Zum Thema ‘Lernpraxis’

Praktische Tipps, um sich das Lernen zu erleichtern.



Praktische Tipps, um sich das Lernen zu erleichtern.

Auf eine Nachprüfung bzw. Wiederholungsprüfung vorbereiten



Ein Nachhilfedienst hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen sollten, um sich optimal auf eine Nachprüfung bzw. Wiederholungsprüfung vorzubereiten. Vorweg: Angst ist ein schlechter Lernbegleiter und hemmt die Leistungen.

Am Beginn alle Unterlagen vom Prüfungsgegenstand sammeln, Fehlendes nachkopieren, am besten von einem guten Klassenkameraden die Sachen ausborgen und nachschreiben.

Beim Zusammentragen der Unterlagen sollte man sich auch gleich einen Überblick über den gesamten Stoff verschaffen.

Man macht sich danach einen Zeitplan und teilt den gesamten Stoff in Untergebiete ein und überlegt, wie viele Themen man in welcher Zeit lernen kann. Ein Zeitplan für eine Lerneinheit sollte immer aus mehreren Lerneinheiten bestehen, wobei man immer wieder Pausen einplanen muss. Maximal sollte man 90 Minuten an einem Tag durchlernen, wenn möglich über den Tag verteilt und dabei nicht auf die Abendwiederholung vergessen. Vor dem Schlafengehen sollte man also noch einmal die wichtigsten Stoffgebiete wiederholen, wobei dafür höchstens zehn Minuten reichen sollten. In Pausen sollte man ganz abschalten, an die frische Luft gehen und sich bewegen.

Vor dem Lernen den Arbeitsplatz aufräumen und alles in Griffweite bereitstellen, was man zum Lernen braucht, also Lernunterlagen, Wörterbuch, Zirkel, Lineal, Taschenrechner usw. So kann man sich besser auf seinen Lernstoff konzentrieren und wird nicht abgelenkt. Dass Smartphone, Facebook und Co. beim Lernen Pause haben, ist wohl selbstverständlich.

Manche empfehlen, ein Getränk und einen Obstteller zu Stärkung vorzubereiten, aber das ist aus Sicht der Lernpsychologie äußerst ungünstig, sondern man sollte vor dem Lernen oder in den Pausen trinken und essen.

Wichtig ist auch, den Lernstoff in eigenen Worten zu wiederholen, etwa indem man den Stoff jemand anderem erklärt. Dabei merkt man selber sehr schnell, wie gut man sich auskennt und lernt auch noch dabei.

Man sollte auch überlegen, was man alleine lernen kann und wobei man etwa Hilfe durch einen Freund oder einen Nachhilfelehrer benötigt! Man sollte sich rechtzeitig jemanden organisieren, den man fragen kann, eventuell über Telefon oder Email.



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Aktives Lesen und Lesetagebuch



In einem Newsletter fand sich folgende Übung: Man nehme einen Roman, ein Sachbuch oder eine Zeitschrift und einen Bleistift. Beim Lesen unterstreicht man jene Sätze, die wichtig sind und die zentrale Inhalte eines Abschnitts enthalten, und am Rand notiert man Stichworte. Nach etwa vier Seiten bei Sachbüchern und etwa acht Seiten bei Romanen macht man eine Pause und versucht die wichtigsten Punkte der letzten Seiten für sich zu rekapitulieren.

Diese Übung kann man für zwei oder drei weitere Abschnitte in der selben Weise machen. Dabei wird man erkennen, dass diese Form des aktiven Lesens die Inhalte wesentlich besser verfestigt als die übliche Form des Lesens. Diese Form des Lesens sollte man alle drei oder vier Tage wiederholen.

Wenn man dann später jemanden die Inhalte des Gelesenen erzählen will, wird man merken, dass das wesentlich besser als sonst gelingt.

Übrigens kann man daraus auch eine Gewohnheit machen, solche Inhalte in einem Lesetagebuch festzuhalten!

Siehe dazu auch Lerntagebücher als Werkzeug des selbstorganisierten Lernens.



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Waldbaden fördert das Lernen



Bekanntlich ist Lernen unter entspannten Bedingungen wesentlich einfacher als in Stresssituationen. Daher ist es günstig, vor längeren Lerneinheiten sich auf das Lernen psychisch einzustimmen. Eine gute Möglichkeit ist dazu das Waldbaden, denn Waldbaden hat zahlreiche Wirkungen auf Körper und Psyche.

Es handelt sich dabei ursprünglich um eine japanische Gepflogenheit, die dort shinrin yoku genannt wird, also „Waldbaden“, also das bewusste Verweilen im Wald um sich zu erholen und seine Gesundheit zu stärken. Shinrin yoku hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Art Wellness-Trend für gesundheitsbewusste StadtbewohnerInnen entwickelt. In manchen Ländern kann man einen Waldausflug sogar unter Anleitung eines speziellen Forest Bathing-Guide antreten, und angeblich gibt es in Österreich und Deutschland bereits eine Ausbildung zum Waldbademeister, die es erlaubt, Menschen in ihrem Beziehungsaufbau mit der Natur kompetent zu unterstützen.

Beim Waldbaden geht es vor allem darum, auf intensive Art und Weise mit dem Wald auf Tuchfühlung zu gehen, aber nicht zu verwechseln mit der Waldtherapie, die sich ähnlicher Methoden bedient, aber eher für Menschen mit Lungenkrankheiten, orthopädischen oder psychosomatischen Beschwerden ausgerichtet ist. Wissenschafter verordneten einer Gruppe von Freiwilligen mindestens dreimal pro Woche Spaziergänge in der Natur mit einer Dauer von zehn Minuten oder mehr. Vor, während und nach dem Experiment wurden die Cortisolwerte der Teilnehmer durch Analyse einer Speichelprobe bestimmt. Die Freiwilligen konnten den Tag, die Dauer und den Ort ihres Naturerlebnisses selbst bestimmen, damit es zu ihrem individuellen Lebensstil passte. Sie mussten allerdings auch einige bekannte Stressfaktoren minimieren, d. h., sie sollten die Spaziergänge bei Tageslicht nehmen, keine sportlichen Übungen machen und Social Media, Internet, Telefonanrufe, Unterhaltungen und Lesen vermeiden. Die Untersuchung zeigte, dass schon zwanzig Minuten Naturerlebnis genügten, um den Cortisolspiegel deutlich zu senken. Am stärksten sank der Stresshormonspiegel, wenn die Teilnehmer etwa 20 bis 30 Minuten sitzend oder gehend im Grünen verbrachten.

Entspanntes Spazieren im Wald mit Ruhe und Muße und vielen tiefen Atemzügen hat verschiedenste Gesundheitseffekte. Waldluft enthält chemische Verbindungen, vor allem Terpene, mit denen Pflanzen untereinander kommunizieren, um sich vor Bakterien und Pilzen zu schützen. Manchmal kann man diese Terpene riechen, etwa in Form der intensiven ätherischen Öle in Kiefernwäldern. Ein großer Baum kann an einem warmen Tag zweihundert Liter Wasser verdunsten, was zu kühleren Temperaturen und einer höheren Luftfeuchtigkeit führt, und produziert Sauerstoff und ätherische Öle. Die in dieser Luft enthaltenen Terpene haben stärkende Wirkung auf das Immunsystem und die Bildung weißer Blutkörperchen, die Keime und körpereigenen Krebszellen bekämpfen, wird angeregt. Bereits nach zwei Stunden Waldaufenthalt steigt die Zahl dieser Zellen im Blut um vierzig Prozent an, wobei noch nach einer Woche dieser Effekt nachweisbar war.  Entspannung und Ruhe im Wald aktivieren den Parasympathikus, gleichzeitig sinkt die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol. Waldspaziergänge wirken auch schlaffördernd, weil sie dem Organismus helfen, besser in den chronobiologischen Rhythmus zu finden, wobei vor allem im Sommer im schattigen Wald das Blätterdach nicht nur vor schädlicher UV-Strahlung schützt, sondern auch temperaturausgleichend wirkt. Das Grün der Bäume soll laut Farbpsychologie außerdem die Nerven beruhigen und das Immunsystem stimulieren (Stangl, 2016).

Literatur

Stangl, W. (2016). [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/STRESS/Stressbewaeltigung-Methoden.shtml (2016-09-01).
derstandard.at/2000100965546/Forscher-Ab-20-Minuten-im-Gruenen-sinkt-das-Stresslevel (19-04-18)


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© Werner Stangl Linz 2019