Zum Thema ‘Für Eltern’

Wir werden spezielle Tipps gegeben, wie Eltern ihren Kindern das Lernen erleichtern können.



Wir werden spezielle Tipps gegeben, wie Eltern ihren Kindern das Lernen erleichtern können.

Leichte Anspannung bei schulischen Herausforderungen



Leichte Anspannung ist bei schulischen Herausforderungen nützlich, denn erst dadurch werden SchülerInnen herausgefordert und auch deren Motivation unterstützt. Diese Anspannung sollte jedoch immer wieder Pause machen, denn dauerhafte Anspannung, also Stress, senkt das Leistungsvermögen und macht manchmal auch krank. Eltern sollten daher auf diesbezügliche Symptome achten und notfalls ihr Kind unterstützen.

Dann ist es wichtig, gemeinsam mit dem Kind herauszufinden, welche Ursachen diese dauerhafte Anspannung hat. Gibt es vielleicht fachliche Lücken, ist ein Kind in wenigen oder mehreren Fächern überfordert, sollte daher ein Schulwechsel vorgenommen werden oder kann auch Nachhilfe kurzfristig helfen.

Eine solche Anspannung kann auch soziale Ursachen haben, denn wird ein Schüler gemobbt, wirkt sich das auf die Leistung aus, sodass ein Gespräch mit dem Klassenvorstand ratsam ist. Liegen die Ursachen im Alltag, etwa bei zu hohem Medienkonsum, zu wenigem Schlaf oder ungesunder Ernährung, denen man dann durch familiäre Regelungen Abhilfe schaffen kann.

Fällt etwa das Semesterzeugnis nicht wie gewünscht aus, ist es wichtig, sein Kind nicht noch mehr unter Druck zu setzen, sondern es ist ratsam, gemeinsam mit dem Kind in Ruhe zu überlegen, wie das zweite Halbjahr entspannter ablaufen kann.



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Die Vertiefungspause nach dem Lernen



Wichtig ist auch die Zeit nach dem täglichen Lernen, dann dann sollte jede Schülerin und jeder Schüler das Gelernte sacken lassen und mindestens zwanzig Minuten eine Vertiefungspause ohne jegliche Aktivität einlegen, um das Gelernte innerlich verarbeiten zu können.

Heute weiß man, dass die Phase, die auf einen Lernprozess folgt, für den dauerhaften Lernerfolg mindestens genauso wichtig ist, wie das Lernen selbst. Moderne bildgebende Verfahren zeigen, dass nach dem Lernen noch einmal genau dieselben Hirnareale aktiviert werden, die schon zuvor beim Lernen aktiv waren. Bei diesem Prozess wird das Wissen jedoch nicht Eins zu Eins ins Großhirn übertragen, sondern die Inhalte werden verdichtet, neu kodiert und miteinander verbunden.

Die Erkenntnis der Zeitverzögerung zwischen Wissenserwerb und Einspeicherung im Gehirn hat Konsequenzen für das Lernen, die heute noch kaum beachtet werden. Die wichtigsten sind sind dabei ausreichend Schlaf und viele, kurze Lerneinheiten mit Pausen dazwischen, weniger ein Lernmarathon am Wochenende.



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Hausaufgaben sind Hausfriedensbruch



Harris Cooper, Professor für Psychologie und Neurowissenschaften, hat in seinem Buch „The Battle over Homework“ seine Forschungen rund um das Thema Hausaufgaben niedergeschrieben. Dabei nennt er fünf Gründe, die gegen Hausaufgaben sprechen, weil sie Kindern die Kindheit und die Freude am Lernen nehmen, denn die Gehirne von Volksschulkindern sind noch nicht so weit entwickelt, als dass sie durch Hausaufgaben Selbstdisziplin und Eigenverantwortung entwickeln könnten. Man vergisst dabei, dass vor allem Volksschüler nur Kinder sind, die Zeit zum Spielen und Entdecken brauchen. Obwohl in diesem Alter Bewegung wichtig ist, sitzen Kinder oft Stunden bei Hausaufgaben. Dabei ist nach der Kindergartenzeit der Umstieg in die Volksschule, wo sie viele Stunden lang geduldig sitzen und sich auch noch konzentrieren müssen, Bewegung zum Lernen enorm wichtig. Die Konzentrationsfähigkeit in diesem Alter reicht einfach nicht aus, um dann auch noch zuhause an den Hausaufgaben zu arbeiten, denn außerhalb der Schule braucht ein Kind in erster Linie Erholung von der Anstrengung der Schule. Hinzu kommt, dass Kinder durch Hausaufgaben die Schule allein mit Anstrengung und einem negativen Gefühl verbinden. Oft leidet auch die Beziehung zwischen den Eltern und ihren Kindern darunter, und das meist langfristig, da nicht selten durch Hausaufgaben Konflikte entstehen.

Siehe dazu Eltern und Hausaufgaben und die Sinnhaftigkeit von Hausaufgaben.



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© Werner Stangl Linz 2020