Archiv für die Kategorie „Lernorganisation“

Kreativität mit einem Moleskine

Sonntag, 14. März 2010

Das Gehirn versucht permanent, Sinneseindrücke zu prognostizieren, und nur bei einem Zutreffen seiner Voraussagen, kann es die tatsächlich eintreffenden Reize wirklich gut verarbeiten. Sind die Inputs hingegen völlig neu und daher fremd, benötigt das Gehirn zu der Verarbeitung deutlich mehr Ressourcen, in der Hauptsache Zeit. Wenn man demnach mit einer bestimmten Erwartung an eine Aufgabe herangeht und dabei seine Augen nur für genau diese Dinge offen hält, dann wird man auch nur die Dinge wahrnehmen. Das kann jeder bestätigen, der etwas sucht. Liegt diese Sache nicht an dem erwarteten Ort, dann wird sie schlicht übersehen. Beim Suchen nach Neuem sollte man daher offen bleiben und seinen nach außen projizierten Erwartungskorridor nur als eine Möglichkeit zu sehen, um für Abweichungen offen zu beleiben und diese zu erkennen, und erst nach jedem Iterationsschritt die Erwartungen neu anpassen. Das menschliche Gehirn arbeitet somit am schnellsten, wenn es keine allzu großen Überraschungen gibt. Für kreative Arbeit bedeutet das etwa, schon die ersten, vagen Gedanken in sein Moleskine aufzuschreiben und in Iterationsschritten sich dem Thema annähern. Diese Methode ist dem reinen Hypothetisieren überlegen, da es dem Gehirn das schon einmal Gedachte erneut als Reiz präsentiert, sodass er durch eine Art Prognoseprozessor im Gehirn weiter verarbeitet werden kann. Man bearbeitet also besser immer wieder die Unterschiede zu dem Vorhandenem und in die Zukunft Projiziertem, anstatt jedes Mal eine Neuschöpfung zu vollziehen.

Konzentrationsgrenze

Freitag, 5. Februar 2010

Menschen können sich nicht jederzeit über einen längeren Zeitraum voll auf eine Aktivität konzentrieren, wobei es besonders bei unangenehmen Tätigkeiten schwer fällt, die Gedanken beim Thema zu halten. Der Versuch die Konzentration zu erzwingen, indem man einfach geduldig sitzen bleibt, funktioniert selten. Meist endet ein solcher Versuch damit, dass man sich allmählich ärgert, dauernd mit sich unzufrieden ist, weil die Gedanken schon wieder irgendwohin wandern. Es gibt eine individuelle Grenze, wie lange man sich in solchen schwierigen Situationen noch konzentrieren kann, die meist zwischen 10 und 40 Minuten liegt, je nach Aufgabenschwierigkeit und persönlicher Verfassung. Wenn man sich nicht 30 Minuten lang konzentrieren kann, dann versucht man es mit nur 20 Minuten, und wenn das auch nicht funktioniert, dann nur 10 Minuten. Durch Übung kann man diese Konzentrationsgrenze langsam geringfügig steigern. Wenn man diese Grenze erreicht hat, sollte mit dem Arbeiten aufhören, d.h., man sollte mit der Aufgabe aufhören, sobald die Konzentration nachlässt, und nicht erst dann, wenn sie von selber längst weg ist. Nach Phasender hohen Konzentration sollte man eine kurze Pause zur Entspannung einlegen, in der man bewusst die Gedanken auch schweifen lassen kann. Zwei Minuten nur aus dem Fenster schauen, den Mistkübel entleeren, Brot kaufen gehen, Geschirr abwaschen … Irgendwann ist aber Schluss, denn ein Mensch kann maximal etwa vier bis sechs Stunden am Tag konzentriert arbeiten oder lernen, dann lässt die Aufmerksamkeit immer schneller nach. Man sollte daher bei der Planung von Arbeiten oder Lernphasen diese natürlichen Grenzen mit einplanen und im Zweifelsfall die eigenen Ansprüche reduzieren.

Quelle: http://www.informatik.uni-hamburg.de/Fachschaft/
OE/aktuell/oebits2009.pdf
(10-02-01)

Arbeitsplatzcheck

Mittwoch, 3. Februar 2010

Mit der Zeit sammeln sich sehr viele Dinge auf jedem Schreibtisch an, die man nicht immer braucht. Manchmal fehlt Platz zum Arbeiten. Daher nimm eine Schachtel, stelle ihn neben den Schreibtisch und räume alle Dinge, die auf dem Schreibtisch liegen, hinein. Nun hast Du einen leeren Schreibtisch. Wenn Du nun arbeiten oder lernen musst, dann nimm nur die Dinge aus der Schachtel heraus, die du tatsächlich für diese Arbeit brauchst. Die kannst Du dann auch auch dem Schreibtisch liegen lassen. Alles, was nach einer Woche noch im Karton ist, solltest Du in einem Schrank oder Regal verstauen.