Arbeitsstörungen an der Universität

2. Januar 2019 – 07:57

Arbeitsstörungen an der Universität sind nichts Außergewöhnliches, sondern eher alltäglich, denn die Anpassung an die neuen noch ungewohnten Lern- und Arbeitsstrukturen an der Universität ist vor allem bei den StudienanfängerInnen mit Gefühlen der Unsicherheit und Frustration verbunden. Zwar gelingt es den meisten, irgendwann geeignete Arbeitsstrategien zu entwickeln, bei manchen jedoch verfestigen sich diese. Diese erleben wiederholte Mißerfolgs- und Versagenssituationen, die ihr Selbstwertgefühl erheblich erschüttern, was im Einzelfall zu depressiven Verstimmungen und/oder psychosomatischen Problemen führen kann. Viele Dropouts haben in solchen Überforderungen ihre Ursache. Ein wesentlicher Bestandteil beim Entstehen von Arbeitsstörungen liegt in der Struktur wissenschaftlichen Arbeitens: Je mehr Freiräume ein Studium bietet, desto höhere Ansprüche an Selbstorganisation und Disziplin werden gestellt, denn Arbeitsziele müssen selbst formuliert und kontrolliert werden. Rückmeldungen auf erbrachte Leistungen sind dagegen meist spärlich, meist spät und undifferenziert, was zu Unsicherheiten hinsichtlich der geforderten Qualitätskriterien, aber auch hinsichtlich der eigenen intellektuellen Fähigkeiten führen kann. Lehrveranstaltungen wie Arbeitstechniken und Technik wissenschaftlichen Arbeitens können dabei helfen, diese Anfangsprobleme in den Griff zu bekommen. Aber auch die Lerntipps für StudentInnen bilden eine gute Grundlage, erfolgreich studieren zu können.



Lerntipps für Schularbeiten

1. Januar 2019 – 17:30
  • Jeder Mensch kann nur begrenzt Wissen aufnehmen. Es ist es sinnvoll, für eine Schularbeit in Etappen zu lernen und den Stoff auf mehrere Tage zu verteilen.
  • Beim Lernen braucht ein Kind Ruhe, auf keinen Fall sollte im Hintergrund der Fernseher laufen.
  • Effektiv ist ein Lern-Mix: Zuerst wird etwas Leichtes geübt, dann folgt etwas Schwieriges, den Abschluss bildet etwas Leichtes. Das schafft einen positiven Lernerfolg. Komplizierten Stoff am nächsten Tag noch einmal wiederholt.
  • Viele Menschen behalten etwas viel leichter, wenn sie es selber aufgeschrieben haben. Darum ist es nützlich, sich Notizen zu machen. Die Kinder können diese Notizen zwischendurch immer wieder lesen.
  • Einige Kinder lernen am besten konzentriert alleine. Andere dagegen erzielen bessere Erfolge, wenn sie mit einem Freund lernen. Da die Kinder sich gegenseitig den Stoff erzählen, sammeln sie viel Wissen an. Manchmal kann ein Kind auch etwas viel besser erklären als der Lehrer.
  • Beim Lernen müssen Kinder nicht still sitzen. Sie können auch durch das Zimmer laufen, während sie den Stoff wiederholen. Da bleiben die Vokabeln gleich viel besser hängen.
  • Manchmal hilft es Kindern, wenn sie den Stoff der Arbeit ihren Eltern erklären. Sie erkennen, wo sie noch Lücken haben.
  • Vokabeln lernen ist büffeln pur. Die Kinder sollten jeden Tag zehn Minuten lang neue Vokabeln lernen oder einfach ihr Wissen auffrischen. Lernen macht viel mehr Spaß, wenn des Stoff in kleine, leicht zu bewältigende Häppchen aufgeteilt wird.
  • Bei der Schularbeit dürfen Kinder sich nicht unter Druck fühlen, sonst können sie leicht blockieren und ihr Wissen nicht mehr abfragen. Eltern sollten daran denken, den Lerneifer ihres Kindes unabhängig von der Note der Schularbeit zu loben.
  • Leider bauen viele Lehrer die Schularbeiten pädagogisch ungeschickt auf. Oft stehen die schwierigsten Aufgaben am Anfang. Davon lassen sich viele Kinder verunsichern. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es sich erst auf die leichteren Aufgaben konzentrieren soll und erst dann auf die schweren.

Quelle: Adelheid Fangrath: Lerntipps contra schlechte Noten.
http://www.vnr.de/b2c/familie/kinder/
Lerntipps+contra+schlechte+Noten.html (09-01-27)



Eltern fördern die Schulkarrieren ihrer Kinder

1. Januar 2019 – 10:13

Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern:Eltern fördern die Schulkarrieren ihrer Kinder: ein Weg zum selbstregulierten Lernen
Die meisten Schüler und Eltern schöpfen ihre Potentiale nicht aus. Viele Erwachsene präsentieren sich als schlechte oder abschreckende „Lernvorbilder“. Häufig sind Eltern zwar motiviert, jedoch unfähig, ihre Kinder begabungsgerecht zu fördern. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Professoren Dr. Albert Ziegler (Ulm) und Heidrun Stöger (Regensburg), Eltern – evtl. auch Großeltern – zu motivieren und zu informieren. In ihrem Arbeitsbuch „Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern“ fassen die Autoren mit 50 praxisorientierten Tipps das Wichtigste zusammen.
Fünf Gebiete stehen im Mittelpunkt:

  • Lernvorbilder
  • Lernstrategien
  • Prüfungsangst
  • Motivation
  • Begabung

Die Auswahl wurde „unter dem Gesichtspunkt der Maximierung des schulischen Lernertrags getroffen. Natürlich werden an vielen Stellen auch andere Gesichtspunkte berücksichtigt, beispielsweise der Erwerb sozialer Kompetenzen oder die Bildung von Selbstregulationsfähigkeiten. Allerdings standen diese nicht im Mittelpunkt. Eltern, die die Tipps befolgen, können deshalb vor allem erwarten, dass sie damit substantiell die Schulkariere ihrer Kinder fördern.“
Ziel ist die Entwicklung eines selbstregulierten Lernens. Daher empfehlen die Autoren: „… Lernende beobachten und analysieren ihr eigenes Lernverhalten. Wenn eine neue Lernstrategie angewandt wird, ist es besonders wichtig, ihren Einsatz ständig zu überwachen, um zu sehen, ob sie tatsächlich funktioniert. Lernende müssen Schwachstellen und Fehler in ihrem Lernen erkennen und ggfs. beheben.“ Dazu benötigen Schüler häufig Aufmerksamkeit und Anregungen der Eltern.



© Werner Stangl Linz 2019