Zum Thema ‘LehrerInnen’

Wir werden Tipps und Hinweise versammelt, wie Lehrerin ihren Unterricht besser und schülergerechter gestalten können.



Wir werden Tipps und Hinweise versammelt, wie Lehrerin ihren Unterricht besser und schülergerechter gestalten können.

Konzentration bei Kindern breiter gestreut



Die Aufmerksamkeit von Kindern ist ist wesentlich breiter gestreut, während sich Erwachsene eher auf Wichtiges konzentrieren, d. h., Erwachsene konzentrieren sich auf etwas, das sie für wichtig halten, doch Kinder ignorieren nichts, sie registrieren alles in ihrer Umgebung und können so in bestimmten Lernsituationen bessere Leistungen erbringen als Erwachsene. Eine aktuelle amerikanische Studie belegt dies. Blanco & Sloutsky (2019) testeten die Aufmerksamkeit von Erwachsenen sowie von 4- und 5-jährigen Kindern, indem sie Informationen, die zu Beginn des Experiments irrelevant waren, plötzlich für eine zu erledigende Aufgabe wichtig werden ließen. Erwachsenen fiel es schwer, sich anzupassen, weil sie keine Informationen lernten, die sie für unwichtig hielten, Kinder hingegen konnten diese überraschende Herausforderung schnell bewältigen, weil sie nichts ignoriert hatten. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass Kinder dazu neigen, ihre Aufmerksamkeit breit zu fächern, während Erwachsene selektiv aufmerksam sind und sich auf Informationen konzentrieren, die sie für am wichtigsten halten. Vermutlich gehört eine weit gestreute Aufmerksamkeit für kleine Kinder zum Entwicklungsprozess, denn wenn sie auf alles achten, sammeln sie mehr Informationen, die ihnen helfen, mehr zu lernen.

Literatur

Blanco, N. J. & Sloutsky, V. (2019). Systematic Exploration and Uncertainty Dominate Young Children’s Choices. Developmental Psychology, doi:10.31234/osf.io/72sfx.


Ein unfreiwillig komisches Beispiel für die Konzentrationsfähigkeit von Kindern gab einmal ein Mädchen in einem Youtube-Video, das vorgab, in diesem selbsterstellten Video „Lerntipps“ zu geben. In der Zwischenzeit wurde dieses Video und weitere Videos, die ähnlich kurios waren, von den Protagonistinnen entfernt, wofür man ihnen dankbar sein muss!


Dafür gibt es eine Sammlung empfehlenswerter Bücher zum Thema „Konzentration„. Besonders empfehlenswert ist das Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Schulkinder, das nun nach zehn Jahren in neuer Form erschienen ist. Inzwischen wurde es bei zehntausenden von Kindern durchgeführt und hat zur Zeit fast dreitausend zertifizierte TrainerInnen. Damit ist es das in der Praxis am häufigsten eingesetzte Training in der Therapie von AD(H)S-Kindern, doch auch alle anderen Kinder, die Aufmerksamkeitsdefizite zeigen, profitieren vom Marburger Konzentrationstraining. Vor allem ist dieses Training bei Kindern als Kurzintervention außerordentlich beliebt, weil es effektiv, lustig und attraktiv ist. Die neue Fassung ist auch eine Ergänzung für BenutzerInnen, die bisher damit gearbeitet haben, doch auch Neueinsteiger werden von der Benutzerfreundlichkeit der neuen Mappe profitieren. Die Methode und der Einsatz der Methode haben sich aber nicht verändert, wobei die Mappe detaillierte Stundenabläufe, neue attraktive Vorlagen, bunte Wimmelbilder, Hinweise zur Elternarbeit und im Schwerpunkt vor allem sehr viele praktische Tipps, Anleitungen und attraktive Spiele für die Durchführung enthält.


Empfehlenswerte Bücher zur Konzentration



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Prüfungstipp: Aufgabenstellung



Eine der Ursachen bei Versagen von SchülerInnen in Prüfungssituationen ist der natürlich Impuls, sich sofort auf die gestellten Aufgaben zu stürzen, d. h., Kinder gehen oft ungeplant und spontan an Aufgaben heran. Vor allem bei SchülerInnen, die sich mit dem Lesen und Schreiben schwer tun, stellt sich schnell Frustration ein, denn Aufgaben werden falsch verstanden oder nur teilweise gelesen, weil das Lesen bei ihnen zu lange dauert und sie endlich zum Schreiben kommen wollen.
Es ist daher wichtig, diesen Kindern zu vermitteln, dass es besser ist, eine Aufgabe erst richtig gelesen und verstanden zu haben, bevor man sich an die Lösung und Beantwortung macht. Dafür ist ein mindestens zweimaliges Lesen und Unterstreichen der wichtigsten Begriffe oder Zahlen hilfreich. Wurde eine Aufgabe nur mündlich gestellt, sollte ein Kind sich nicht scheuen, bei der Lehrkraft nachzufragen, wenn es die Aufgabe beim ersten Zuhören nicht genau verstanden hat.
Ein solches geplantes, bedächtiges Verhalten bei der Beantwortung von Fragen oder der Lösung von Aufgaben kann man sowohl in der Schule als auch bei den Hausaufgaben üben und mit der Zeit erlernen. Man sollte SchülerInnen klar machen, dass bei Prüfungen in der Regel ausreichend Zeit zur Verfügung steht und ein zu hastiges Beginnen kontraproduktiv sein kann.



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Konzentrationsübungen für Kinder in der Grundschule



Auch LehrerInnen in der Grundschule und Eltern von Grundschulkindern sollten in regelmäßigen Abständen Konzentrationsübungen mit ihren SchülerInnen bzw. Kindern durchführen, damit diese allmählich das effektive Arbeiten erlernen können. Dabei sollte man auch die verschiedenen Sinne ansprechen, um allen Kindern eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit zu ermöglichen.

Übung „Was hörst du in einer Minute?“
Für eine Minute lang ist soll das Kind ganz leise sein und auf alle Geräusche achten, die es trotz der Stille hört, z.B. die klopfende Heizung, das vorbeifahrende Auto, das eigene Magenknurren usw.). Danach – nicht sofort! – sollte das Kind seine Eindrücke schildern.

Übung „Bilddiktat“
Das Kind soll auf einem leeren Blatt Papier nach genauen Vorgaben ein Bild zeichnen, z. B. rechts oben eine Sonne, darunter einen Baum, an dem drei Birnen hängen, darunter steeht ein Kind mit einem Korb und sammelt die abgefallenen Birnen ein.
Konzentrationsübungen für den visuellen Lerntyp:

Übung „Bilderkennen“
Ein interessantes Bild eines Gegenstandes mit mehreren Papierstreifen abdecken und diese Streifen nach und nach entfernen. Dabei soll das Kind erraten, worum es sich handelt.

Übung „Welche Karte fehlt?“
Man legt 5-8 Postkarten – gut geeignet sind auch Freecards, die überall zu finden sind – auf den Tisch und läßt das Kind diese in Ruhe anschauen. Dann dreht sich das Kind um und man entfernt eine Karte. Danach muss das Kind erraten, welches Bild fehlt und möglichst genau beschreiben, was auf diesem Bild zu sehen war.

Übung „Im Takt gehen“
Auf einer Trommel einen Takt schlagen oder mit den Händen klatschen, wobei das Kind nur dann einen Schritt machen darf, wenn es einen Schlag hört. Dabei sollte man Tempo und Lautstärke (großer Schritt bei laut, kleiner Schritt bei leise) verändern, damit sich das Kind ganz auf die Bewegung fokussieren kann.

Übung „Mitmachgeschichte“
Eine Geschichte vorlesen und wenn ein zuvor bestimmtes Wort fällt – man sollte häufiger vorkommende Wörter wie Artikel wählen -, soll das Kind z.B. bei „der“ aufstehen, bei „die“ sich hinknien und bei „das“ die Arme in die Höhe strecken.

Quelle: E-Mail Newsletter 05.02.09 von elternwissen.de


Begriffe: konzentrationsübungen grundschule, konzentrationstraining grundschule, konzentrationsübungen volksschule, bilddiktat grundschule, konzentrationsübungen für kinder, Konzentrationsübungen Für Grundschüler, konzentrationsübungen für schulkinder

Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!


© Werner Stangl Linz 2019