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Den Schulübertritt erleichtern

Ein Schulwechsel führt zu Änderungen der leistungsbezogenen und sozialen Anforderungen, und außerdem befinden sich Kinder in einer neuen, ihnen noch nicht bekannten Umgebung. Die genannten Änderungen führen häufig zu der Annahme, dass ein Schulwechsel ein negatives, einschneidendes und belastendes Ereignis im Schülerleben ist, was durch Forschungsbefunde belegt ist, von denen eine Mehrzahl einen Abfall der Noten beim Schulwechsel zeigen, wobei dieser Leistungsabfall sich hauptsächlich in den veränderten Bewertungsmaßstäben begründet. Aber auch der Bezugsgruppenwechsel spielt eine wichtige Rolle.

Um Kindern den Übertritt an eine neue Schule erleichtern, sollte man bei der Lehrplangestaltung eine Stunde in der Woche für das Lernen lernen reservieren. Dadurch können Neueinsteiger effektiver lernen und besser miteinander arbeiten. Dabei geht es um ganz einfache Dinge:
  • Wie packe ich meinen Schultasche?
  • Wie bereite ich mich auf den nächsten Schultag vor?
  • Wie lerne ich effektiv für Schulaufgaben?
  • Welche Lerntipps sind für mich richtig?

Natürlich sollten auch Entspannungs– und Konzentrationsübungen nicht fehlen, wobei auch Gedanken um eine sinnvolle Mediennutzung und gute Umgangsformen im Alltag wichtig sind.

Natürlich darf es in einer solchen Unterrichtsstunde keine Noten geben!

Literatur

Stangl, W. (2011). Psychische Anpassung und schulische Leistungen beim Wechsel von der Grundschule zur weiterführenden Schule.
WWW: https://www.stangl.eu/paedagogik/artikel/schulwechsel.shtml (2011-12-29).