Zum Thema ‘Übungen’

Hier werden Übungen dargestellt, die das Lernen erleichtern können.



Hier werden Übungen dargestellt, die das Lernen erleichtern können.

Reisevorbereitung für das Gehirn



Wenn man sich zu einem Vortrag Seminar anmeldet, um dort neue Informationen aufzunehmen und auch die Erfahrungen des Vortragenden und der anderen SeminarteilnehmerInnen kennenzulernen, sollte man sich schon davor mit den zu erwartenden Inhalten, etwa durch Lektüre entsprechender Literatur oder die manchmal vorhandenen speziellen Vorbereitungsmaterialien der Seminarveranstalter vorbereiten.
Auch wenn man dadurch noch nicht alle Inhalte nachvollziehen kann, hat man sich zu den neuen Lerninhalten bereits ein zusätzliches wenn auch sehr grobmaschiges Netz an Vorwissen aufgebaut. Da die Wissensinhalte in unserem Gehirn in netzartigen Strukturen miteinander verknüpft sind, bietet dieses noch grobe Netz Ankerpunkte für die neuen Informationen. Das bedeutet, dass man die im Vortrag oder im Seminar angesprochenen Inhalte leichter und schneller verstehen und damit auch lernen kann. Viele Informationsdetails kann man durch eine solche Vorbereitung erst überhaupt wahrnehmen. Auch kann man Fragen an die Lehrenden viel qualifizierter stellen. Auch wenn man eine Reise plant und dabei etwas vom Land, seiner Geschichte und seinen Menschen erfahren will, studiert man zur Vorbereitung auch Prospekte oder Reiseführer.

Quelle: Reinhold Vogt: Gedächtnistraining einfach so nebenbei. Lern-Denken auf vergnügliche Art.



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Sammlung von Eselsbrücken



Eselsbrücken – auf Lateinisch pons asinorum – dienen dem leichteren Merken von Fakten, Daten und Zusammenhängen durch einprägsame Sprüche. Man nutzt damit die assoziative Arbeitsweise des Gedächtnisses zum Merken, wobei eine Eselsbrücke, die einen ungewöhnlichen Sachverhalt ausdrückt, dabei das visuelle, ein gereimter Merksatz das akustische Gedächtnis nutzt. Bei einer anderen Form von Eselsbrücke verweisen dessen Anfangsbuchstaben auf eine geordnete Liste von Wörtern.

Eigene Eselsbrücken bauen

Für manche schwer zu merkende Inhalte findet man in Büchern oder im Internet keine passenden Eselsbrücken, doch man kann sich auch eigene akustische oder visuelle Eselsbrücken bauen, die noch den Vorteil haben, dass man sich dabei mit der Thematik automatisch intensiver befasst. Mehrere Schritte sind dafür notwendig:

  • Was will man sich merken? Man überlegt daher zunächst, wobei die Eselsbrücke helfen soll. Möchte man sich eine Reihenfolge merken, einen Unterschied, eine Aufzählung oder eine Rechtschreibregel? Man schreibt also die Informationen auf, die man durch die Eselsbrücke nicht mehr vergessen möchte. Beispiel: Parallel schreibt man mit zwei L.
  • Was fällt einem zu der  zu merkenden Information spontan ein? Am besten denkt man nicht lange nach, sondern schreibt auf, was einem als Erstes einfällt. Beispiel: Beim Schifahren fährt man parallel.
  • Akustische Eselsbrücke: Fällt einem ein lustiger Reim dazu ein? Man sucht vielleicht nach den Signalwörtern und probiert, darauf etwas zu reimen. Man kann auch auf eine Melodie reimen, die einem gut gefällt. Beispiel: Parallel fährt man schnell.
  • Gibt es Buchstabenauffälligkeiten? Beispiel: Parallel enthält insgesamt drei L.
  • Visuelle Eselsbrücke bauen. Beispiel: Die zwei L in parallel schauen wie ein Paar Schi aus, die man an die Wand stellt.
  • Nun wählt man seinen Favoriten unter den Eselsbrücken aus, d.h., man schaut sich alle Ideen noch einmal an und sucht jene heraus, die einem am besten gefällt. In diesem Fall ist vermutlich die Analogie zu den beiden Schiern an der Wand.

Eine Sammlung von Eselsbrücken findet sich auf der Web-Seite Warum Eselsbrücken nützlich sind


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Wortschatz beim Lesen ausbauen



Bücher in einer zu lernenden Fremdsprache zu lesen ist eine äußerst empfehlenswerte Lerntechnik, denn mit einem interessanten Buch lässt sich der Wortschatz schnell erweitern. Empfehlenswert ist die Lektüre solcher Bücher, die man auch in der Muttersprache lesen würde, wenn also der Inhalt allein schon motivierend ist.

Die Karteikartentechnik ist nun nicht nur für den Karteikastenlernen, also die bekannte Lernkartei sinnvoll zu verwenden, sondern kann auch erweitert werden. Wenn man ein fremdsprachiges Buch liest, sollten die kleinen Kärtchen bei der Hand sein, denn trifft man während des Lesens auf eine unbekannte Vokabel, übersetzen man diese mit Hilfe des Wörterbuches. Dann schreibt man das Wort wie üblich zusammen mit der Übersetzung auf ein Kärtchen. Diese Kärtchen legt man dann ein paar Seiten (zu Beginn vielleicht zwei bis drei) weiter hinten ins Buch. Wenn man dann bei der Seite mit dem Kärtchen angelangt ist, wiederholt man die Vokabel und legt sie dann wieder ein paar Seiten weiter hinten ins Buch, wobei man dann die Seitenanzahl verdoppeln kann, damit die Vokabeln mehr Zeit bekommen, ins Langzeitgedächtnis zu kommen. Wenn man am Ende eines Buches angelangt ist, kann man die Kärtchen auch in das nächste Buch hineinlegen. Man kann die Kärtchen aber auch wie üblich in der Lernkartei unterbringen und nach diesem Muster lernen.


Hinweis: Als Wortschatz bezeichnet man ganz allgemein die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache, die eine einzelne Sprecherin oder ein einzelner Sprecher kennt oder verwendet. Bei SprecherInnen unterscheidet man zwischen rezeptiver oder passivem Wortschatz (Verstehenswortschatz), also die Wörter, die der er bzw. sie kennt oder erkennt, und produktivem oder aktivem Wortschatz, also jene Wörter, die jemand im Alltag benutzt.

Der rezeptive Wortschatz verhilft zum Verstehen gesprochener und geschriebener Texte, d. h., die Sprecherin bzw. der Sprecher kann zu einem gehörten oder gelesenen Wort die Bedeutung aus dem Gedächtnis abrufen oder auch mit Hilfe der Wortbildungsregeln erschließen. Der produktive oder aktive Wortschatz ermöglicht der Sprecherin bzw. dem Sprecher, sich verständlich auszudrücken bzw. er oder sie kann zu einer bestimmten Bedeutung das zugehörige Wort aus dem Gedächtnis abrufen.



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© Werner Stangl Linz 2019