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Braindump-Methode des Lernens

Die Braindump-Methode des Lernens ist vor allem für schriftlich vorliegende Inhalte gedacht. Bei der Braindump-Methode teilt man einen Text in etwa zwanzig- bis dreißigminütige Leseabschnitte ein. Nach dem Lesen eines Textabschnitte legt man diesen Text beiseite und nimmt ein leeres Blatt Papier und schreibt alles auf, was von dem Text noch hängen geblieben ist. Dabei versucht man, sein Gedächtnis auszuquetschen und schreibt die noch im Gedächtnis auffindbaren Inhalte nieder, und zwar nicht linear, sondern eher in Richtung einer Mindmap mit Stichworten, Kästchen, Linien, Pfeilen und Verknüpfungen, so wie es für dieses Stoff sinnvoll ist. Danach überprüft man seine Niederschrift mit dem Originaltext und ergänzt seine Aufzeichnungen. Das sollte man mit dem gleichen Text nach einem Tag wiederholen, wobei man ein neues leere Blatt Papier dafür hernimmt.

Die Braindump-Methode ist übrigens nicht nur eine Lernmethode, sondern kann auch für Entlastung im Kopf sorgen. Dabei geht es darum, in belastenden Situationen alles, was im Kopf herumschwirrt, aufzuschreiben und so herauszuholen. Wichtig ist es aber, das nicht etwa am Computer oder Mobiltelefon zu tun, wo E-Mail-, Social-Media- oder Messenger-Benachrichtigungen den Braindump-Prozess stören können, sondern mit Stift und Papier in einem ruhigen Raum. Dabei empfiehlt es sich, die Gedanken systematisch nach folgenden Kriterien zu Papier zu bringen:
1. Berufliche To-dos,
2. Persönliche To-dos,
3. Ärgernisse,
4. Sorgen und
5. Ideen.
Um sich wieder zu fokussieren genügt es dann oft schon, die Gedanken aufzuschreiben und den Braindump-Zettel danach einfach zu ignorieren. Nachdem das Gehirn von diesen Problemen entleert ist, sollte man es erst einmal zur Ruhe kommen lassen.

Literatur

Stangl, W. (2012, 30. Juli). Behandlung Schlafstörungen. [werner stangl]s arbeitsblätter.
https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SCHLAF/Schlaf-Stoerung-Behandlung.shtml