Zum Thema ‘Lerntipps’

Ergänzungen zu den eigenen Lerntipps.



Ergänzungen zu den eigenen Lerntipps.

Erfolgreich ins neue Schuljahr starten



Wenn die Ferien zu Ende gehen, dann werden manche Kinder aber auch manche Eltern ein wenig bange ans kommende Schuljahr denken, manche werden sich freuen, dass es bald wieder los geht und andere werden versuchen, gar nicht daran zu denken. Gerade rechtzeitig daher unser

Lerntipp SPEZIAL

Wie startet ein Kind erfolgreich ins neue Schuljahr?

Dort werden die wichtigsten Lerntipps und Organisationstipps für einen erfolgreichen Start ins neue Schuljahr gegeben, wobei diese wie immer garantiert gratis sind, keine Anmeldung erfordern und auch ohne Bekanntgabe eine Email-Adresse genutzt werden können, wie das bei den meisten anderen Angeboten der Fall ist! Sie finden dort auch keine Schreckensszenarien („Vorsicht! Teufelskreis Lernfrust!“ – „Nie mehr Stress mit den Hausaufgaben meines Kindes!“ – „Gelangweilten oder interesselosen Schülern fehlt immer die Lust zum Lernen!“ – „Ärger in der Schule“ usw.), wie sie manche Lernratgeber um diese Jahreszeit so gerne verbreiten, um den Eltern dann Bröschüren, Newsletter und e-Books zu verkaufen …



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SMART – Vorsätze und Ziele für das neue Schuljahr



Viele Schüler starten in ein neues Schuljahr mit vielen guten Vorsätzen, um dann nach ein paar Tagen oder Wochen festzustellen, dass die Vorsätze doch nicht umgesetzt wurden oder einfach nicht erreichbar sind. Das liegt daran, dass die Ziele nicht wirklich SMART waren, d.h., dass sie die im Folgenden beschriebenen Bedingungen nicht erfüllt haben. Um sich diese fünf Bedingungen leichter merken zu können, gibt es dafür das Akronym SMART, was nichts anderes bedeutet, als dass die Anfangsbuchstaben der fünf Bedingungen den Begriff SMART ergeben.

  • S – spezifisch
  • M – messbar
  • A – angemessen, aktiv, akzeptabel und attraktiv, anspruchsvoll
  • R – relevant, realisierbar und realistisch
  • T – terminiert

Spezifisch: Formuliere das Ziel immer sehr konkret. Ist man wirklich bereit für das Ziel zu arbeiten, oder ist es nur so ein Gedanke? Solange man keinen konkreten Wunsch hat, gibt es auch nichts, was man erreichen kann.  Man muss sein Ziel also vorerst auf „Ich will mehr Vokabel lernen um in Englisch ein „Sehr gut“ zu erhalten“ ändern.

Messbar: Ziele müssen bis ins Detail genau definiert und klar sein. Es ist zu ungenau etwas nur „besser“, oder wie in unserem Fall „mehr lernen“ zu wollen. Was bedeutet „mehr“? Zehn Vokabeln pro Tag? Oder Zwei? Zehn pro Woche? Um wirklich zielgerichtet vorzugehen, muss man solche Dinge im Vorfeld abklären. Daher muss man sein Ziel auf „Ich will täglich zehn Vokabeln lernen“ konkretisieren.

Angemessen und attrativ:  Man muss sich Ziele setzen, die angemessen und realistisch sind. Sofern man ein großes, schweres Ziel hat, sollte man es in kleinere Teilziele unterteilen. Diese kann man dann nach und nach erreichen, immer mit dem großen Ziel im Hinterkopf. Man muss deshalb jedes Mal überprüfen, ob die Ziele durchführbar sind. Das Ziel „Besser in Englisch zu werden, also zumindest ein „Gut“ bei der ersten Schularbeit zu erreichen“, ist realistisch.

Relevant und Realistisch: Ziele kann man am besten aus eigenem Antrieb erreichen. Jedes Ziel muss eine Bedeutung für einen selber haben. Man wird niemals sein volles Potenzial ausschöpfen, wenn man ein Ziel für jemand anderen erreichen muss, also etwa um seine Eltern zufrieden zu stellen. Man muss sich Ziele setzen, die einen selbst zufriedener machen und die Lebensqualität steigern. In unserem Beispiel möchte man vielleicht „Zumindes ein Gut bei der nächsten Schularbeit erreichen“.

Terminiert:  Für eine erfolgreiche Zielsetzung ist das Datum ein überaus wichtiger Faktor. Viele Menschen möchten „einmal“ oder „irgendwann“ etwas erreichen. Man sollte sich bewusst machen, dass diese Tage jedoch niemals kommen werden. Man muss für sein Ziel ein ganz genaues Datum festlegen. Sobald man einen konkreten Termin ausgewählt hat, wird das Unterbewusstsein dafür sorgen, diesen auch einzuhalten. In unserem Beispiel beginnen wir sofort „Jeden Tag zehn Vokabeln zu lernen“.

Diese fünf Merkmale sollten sich daher in jedem Ziel wiederfinden, das man sich setzt.

Übrigens: Das englische Wort SMART bedeutet schlau, gewandt, pfiffig. Und im englischen Original heißen die fünf Punkte:

  • S = Specific
  • M = Measurable
  • A = Achievable
  • R = Realistic
  • T = Time framed

Wenn man die Begriffe exakt übersetzt, dann müsste man dieses Modell als KMERZ-Modell  („Konkret, Messbar, Erreichbar, Realistisch, Zeitrahmen festlegen“) bezeichnen 😉

Und es gibt auch Experten, die meinen, dass SMARTe Ziele gar nicht so kompliziert analysiert werden müssen, denn das Wesentliche ist in einem Satz zusammenzufassen: „Ziele müssen machbar und messbar sein.“



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Wortschatz beim Lesen ausbauen



Bücher in einer zu lernenden Fremdsprache zu lesen ist eine äußerst empfehlenswerte Lerntechnik, denn mit einem interessanten Buch lässt sich der Wortschatz schnell erweitern. Empfehlenswert ist die Lektüre solcher Bücher, die man auch in der Muttersprache lesen würde, wenn also der Inhalt allein schon motivierend ist.

Die Karteikartentechnik ist nun nicht nur für den Karteikastenlernen, also die bekannte Lernkartei sinnvoll zu verwenden, sondern kann auch erweitert werden. Wenn man ein fremdsprachiges Buch liest, sollten die kleinen Kärtchen bei der Hand sein, denn trifft man während des Lesens auf eine unbekannte Vokabel, übersetzen man diese mit Hilfe des Wörterbuches. Dann schreibt man das Wort wie üblich zusammen mit der Übersetzung auf ein Kärtchen. Diese Kärtchen legt man dann ein paar Seiten (zu Beginn vielleicht zwei bis drei) weiter hinten ins Buch. Wenn man dann bei der Seite mit dem Kärtchen angelangt ist, wiederholt man die Vokabel und legt sie dann wieder ein paar Seiten weiter hinten ins Buch, wobei man dann die Seitenanzahl verdoppeln kann, damit die Vokabeln mehr Zeit bekommen, ins Langzeitgedächtnis zu kommen. Wenn man am Ende eines Buches angelangt ist, kann man die Kärtchen auch in das nächste Buch hineinlegen. Man kann die Kärtchen aber auch wie üblich in der Lernkartei unterbringen und nach diesem Muster lernen.


Hinweis: Als Wortschatz bezeichnet man ganz allgemein die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache, die eine einzelne Sprecherin oder ein einzelner Sprecher kennt oder verwendet. Bei SprecherInnen unterscheidet man zwischen rezeptiver oder passivem Wortschatz (Verstehenswortschatz), also die Wörter, die der er bzw. sie kennt oder erkennt, und produktivem oder aktivem Wortschatz, also jene Wörter, die jemand im Alltag benutzt.

Der rezeptive Wortschatz verhilft zum Verstehen gesprochener und geschriebener Texte, d. h., die Sprecherin bzw. der Sprecher kann zu einem gehörten oder gelesenen Wort die Bedeutung aus dem Gedächtnis abrufen oder auch mit Hilfe der Wortbildungsregeln erschließen. Der produktive oder aktive Wortschatz ermöglicht der Sprecherin bzw. dem Sprecher, sich verständlich auszudrücken bzw. er oder sie kann zu einer bestimmten Bedeutung das zugehörige Wort aus dem Gedächtnis abrufen.



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© Werner Stangl Linz 2018