Archiv für die Kategorie „Lernprobleme behandeln“

Schlüsselwortmethode

Samstag, 24. Juli 2010
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SchlüsselwortDie für das Lernen von Vokabeln von manchen Lerngurus empfohlene Schlüsselwortmethode, mit welcher man nach einer häufig zitierten Studie der amerikanischen Stanford Universität beinahe doppelt so schnell lernen kann wie ohne besondere Methode, klingt nur in den immer wieder zitierten Beispielen überzeugend:

Hierbei wird für die zu lernende Vokabel ein deutsches Wort gesucht, das ähnlich klingt oder aussieht. Aus diesem Schlüsselwort und der Bedeutung des zu lernenden Begriffs wird ein mentales Bild erstellt. Will man sich etwa das französische Wort »torche« (»Fackel«) merken, stellt man sich beispielsweise einen Storch vor, der eine Fackel im Schnabel trägt – man schafft also mit Fantasie ein einprägsames Bild, das mindestens so lange im Gedächtnis bleibt, wie die schönsten Urlaubserinnerungen.

In der Praxis des Sprachenlernens wird man diese Methode höchstens bei einigen wenigen schwierigen Wörtern (z.B. false friends) einsetzen können, denn kein Sprache kann man aus Unmengen von Vokabeln und den damit verknüpften Hilfsbildern erlernen oder gar anwenden.

Quelle: http://www.gea.de/magazin/reisen/
last+minute+lernen.1472781.htm (10-07-24)

Bessere Konzentration durch Störungen

Montag, 1. März 2010
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In einem Elternratgeber “Wie fördere ich die Konzentration meiner Kinder?” fand sich ein Spiel, bei dem Eltern ihren Kindern auf spielerische Art und Weise beibringen, sich zu konzentrieren:

Vereinbaren Sie mit Ihrem Sohn/Ihrer Tochter, dass Sie ein Spiel durchführen, das die Fähigkeit zur Konzentration fördert. Wenn Ihr Kind Hausaufgaben macht, setzen Sie alles daran, es abzulenken. Ihr Kind weiß das und darf nicht darauf reagieren. Sie dürfen alle Tricks verwenden, um Ihr Kind abzulenken. Läuten Sie an der Tür und behaupten Sie „Deine Freundin ist draußen, sie möchte dich sprechen.“ Oder machen Sie laute Musik und poltern Sie mit dem Staubsauger im Flur. Bitten Sie jüngere Geschwister, dem Bruder/der Schwester tüchtig auf die Nerven zu gehen. Jedes Mal, wenn das Kind sich ablenken lässt (also reagiert, seine Arbeit unterbricht oder auch nur aufschaut), gibt es 1 Minuspunkt. Wenn Ihr Kind der Störung widersteht, bekommt es 2 Pluspunkte. Nach 2 Wochen wird abgerechnet. Verteilen Sie kleine, aber reizvolle Belohnungen und denken Sie sich „schreckliche“ Aufgaben für Minuspunkte aus (z.B. 1 Woche den Mülleimer ausleeren oder den Babysitter spielen).
Wichtig: Natürlich kann Ihr Kind sich anfangs bei diesem Spiel nicht konzentrieren, aber es lernt, auf Umweltreize nicht mehr zu reagieren und sich nicht mehr ablenken zu lassen.

Einen Versuch ist dieses Spiel immerhin wert, zumal sich auch bei Erwachsenen zeigen lässt, dass in einer störungsreichen Umgebung zumindest kurzfristig die Konzentration erhöht wird. Allerdings sollte eine solche Übung nur über einen begrenzten Zeitraum eingesetzt werden. Lernpsychologisch betrachtet handelt es sich um eine instrumentelle Konditionierung mit Hilfe eines Token-Systems.

Quelle: http://www.schule-sorglos.de (10-03-01)

Konzentrationsgrenze

Freitag, 5. Februar 2010
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Menschen können sich nicht jederzeit über einen längeren Zeitraum voll auf eine Aktivität konzentrieren, wobei es besonders bei unangenehmen Tätigkeiten schwer fällt, die Gedanken beim Thema zu halten. Der Versuch die Konzentration zu erzwingen, indem man einfach geduldig sitzen bleibt, funktioniert selten. Meist endet ein solcher Versuch damit, dass man sich allmählich ärgert, dauernd mit sich unzufrieden ist, weil die Gedanken schon wieder irgendwohin wandern. Es gibt eine individuelle Grenze, wie lange man sich in solchen schwierigen Situationen noch konzentrieren kann, die meist zwischen 10 und 40 Minuten liegt, je nach Aufgabenschwierigkeit und persönlicher Verfassung. Wenn man sich nicht 30 Minuten lang konzentrieren kann, dann versucht man es mit nur 20 Minuten, und wenn das auch nicht funktioniert, dann nur 10 Minuten. Durch Übung kann man diese Konzentrationsgrenze langsam geringfügig steigern. Wenn man diese Grenze erreicht hat, sollte mit dem Arbeiten aufhören, d.h., man sollte mit der Aufgabe aufhören, sobald die Konzentration nachlässt, und nicht erst dann, wenn sie von selber längst weg ist. Nach Phasender hohen Konzentration sollte man eine kurze Pause zur Entspannung einlegen, in der man bewusst die Gedanken auch schweifen lassen kann. Zwei Minuten nur aus dem Fenster schauen, den Mistkübel entleeren, Brot kaufen gehen, Geschirr abwaschen … Irgendwann ist aber Schluss, denn ein Mensch kann maximal etwa vier bis sechs Stunden am Tag konzentriert arbeiten oder lernen, dann lässt die Aufmerksamkeit immer schneller nach. Man sollte daher bei der Planung von Arbeiten oder Lernphasen diese natürlichen Grenzen mit einplanen und im Zweifelsfall die eigenen Ansprüche reduzieren.

Quelle: http://www.informatik.uni-hamburg.de/Fachschaft/
OE/aktuell/oebits2009.pdf
(10-02-01)