
Die Schülerhilfe bietet in diesem Jahr 24 Lerntipps für alle Schüler und Eltern an, die sie durch den Advent begleiten sollen. Mit diesen gezielten Tipps und Tricks soll langfristig das Lernverhalten verbessert werden.
Wir werden uns diese Lerntipps genau anschauen – unsere Lerntipps für SchülerInnen, StudentInnen und Eltern sind das ganze Jahr online verfügbar: http://www.lerntipp.at/
Archiv für die Kategorie „Prüfungstipps“
Lerntipps als Adventskalender
Freitag, 20. November 2009Schummelzettel und Spickzettel
Samstag, 7. November 2009Mathias Rösch, Leiter des Schulmuseums Nürnberg, besitzt 1300 Spickzettel, wobei diese Spickzettel kaum verwendet wurden, denn sie sind weniger dazu da, in der Prüfung Wissen zu vermitteln, sondern sie sind eine Art Lerntechnik. Auf ihnen wird das Gelernte oft in mehreren Arbeitsschritten so lange verdichtet, dass es längst auch im Gehirn Platz gefunden hat. Auf dem Spickzettel stehen oft nur noch Schlüsselsätze, die den Lernstoff in Erinnerung rufen. Die meisten Schummelzettel haben vor allem emotionalen Wert und sind eine Lebensversicherung gegen die Prüfungsangst. Wer sich die Mühe macht, den Prüfungsinhalt so zu komprimieren, dass er auf einen Zettel passt, der hat eigentlich das geleistet, was sich Lehrer wünschen. Verdichtende Spickzettel helfen beim Lernen, denn man erinnert sich besser an etwas, das man selbst geschrieben oder anderen erklärt hat. Die Neuorganisation des Wissens auf einem Spickzettel stellt dem Lernenden im besten Fall einen zweiten Zugriff auf den Stoff zur Verfügung.
In den memoNews vom 7. November 2009 (“So machen Sie eine bewährte Lerntechnik noch wirkungsvoller!”) empfiehlt Reinhold Vogt die Kombination zweier Lerntechniken: “Schummelzettel schreiben” und “Wiederholung“. Er schreibt: “Eine der bewährten Lerntechniken ist es, Lerninhalte zusammenzufassen. Das hat fast jede(r) von uns schon während der Schulzeit gemacht … insbesondere in Form der so genannten Schummelzettel / Spickzettel. Allein die Tatsache, dass Sie sich den Spickzettel erstellt hatten, reichte meist schon aus, um die befürchtete Klassenarbeit zu bestehen; den Schummelzettel brauchten Sie gar nicht zu nutzen.” Bekanntlich wird aber das meiste der eingeprägten Informationen wieder vergessen, sofern nicht nach dem Wiederholungsprinzip der Lernkartei nach regelmäßigen Zeitabschnitten Wiederholungen des Stoffes durchgeführt werden. Vogt schlägt vor, “Spickzettel erstellen und sammeln und in ‘richtigen’ Zeitabständen wiederholen! Das ist die ideale Kombination von Einprägen und Dauerhaft-abrufbereit-Halten. Sie brauchen also nur noch die bislang leere Rückseite eines Spickzettels mit einem Stichwort (oder einem kompletten Fragesatz) zu versehen und diese Seite künftig als Vorderseite des Zettels zu verwenden. Lesen Sie also zunächst immer erst die Frage und versuchen Sie dann, die Lösung aus der Erinnerung heraus zu finden.”
Quellen: Hass, Frauke (2008). Krücke gegen den Stress.
WWW: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/
aktuell/?em_cnt=1635398&em_cnt_page=1 (08-11-25)
http://www.mnemonik.de/memoNews/2009/2009-11.htm (09-11-07)
Neue Reifeprüfung: Die vorwissenschaftlichen Arbeit
Mittwoch, 21. Oktober 2009Ein wichtiger Aspekt der neuen Reifeprüfung ist die Erstellung einer vorwissenschaftlichen Arbeit. Jeder Schüler muss in Zukunft bereits am Ende der siebten Klasse in Absprache mit seinem Lehrer das Thema einer vorwissenschaftlichen Arbeit für seine Reifeprüfung wählen. In einem Fach seiner Wahl muss der Schüler diese Arbeit während der achten Klasse vor dem Reifeprüfungstermin erarbeiten und somit seine Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten und seine Studienfähigkeit unter Beweis stellen. Die fertige Arbeit wird dann im Rahmen der Reifeprüfung – ähnlich wie bei Prüfungen auf der Universität – vom Schüler mündlich präsentiert. Vom Umfang her wird die vorwissenschaftliche Arbeit zwischen 4500 und 6000 Worten umfassen. Die vorwissenschaftliche Arbeit vereint die positiven Erfahrungen aus den Bereichen der Fachbereichsarbeit sowie der Spezialfrage und trägt den individuellen Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie schulspezifischen Elementen und schulautonomen pädagogischen Schwerpunkten Rechnung. Sie soll eine eigenständige, außerhalb der Unterrichtszeit erstellte Arbeit sein, welche die Studierfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen unter Beweis stellt. Die bei der Präsentation nachgewiesene Präsentationskompetenz sowie die Ausdrucks- und Diskursfähigkeit sind Teil der vorwissenschaftlichen Arbeit (“1. Säule”) und in deren Beurteilung einzubeziehen.
Zahlreiche Seiten der Lerntipps können dafür eine gute Unterstützung für SchülerInnen und LehrerInnen sein:
- Die Angst des Redners vor dem Publikum
- Management für die Schule?
- “Ja mach nur einen Plan …”
- Erinnerungspläne – Mind Maps
- Zeitmanagement
- Was tun bei Schreibblockaden?
- Die Fünf-Schritte-Methode für das Bearbeiten von wissenschaftlicher Fachliteratur
- Umgang mit schwierigen Texten
- Formen des Lesens von wissenschaftlicher Literatur
- Lerntagebücher und Weblogs als Werkzeuge für selbstorganisiertes Lernen
- Das schriftliche Referat
- Das Referat: Die Konzeption
- Formale Hinweise
- Quellennachweise
- Hinweise zum wissenschaftlichen Schreibe
- Das Referat: Die Präsentation
- Präsentations- und Vortragstechnik: Medieneinsatz
- Präsentations- und Vortragstechnik: Rhetorik
- Präsentations- und Vortragstechnik: Rhetoriktraining
Quelle: http://www.bmukk.gv.at/schulen/unterricht/ba/reifepruefung.xml (09-09-09)

