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Visualisieren als Lernmethode

Visualisieren ist eine universelle Kommunikationstechnik, die man sich mit etwas Übung relativ leicht aneignen kann, wobei das visuelle Alphabet auf geometrischen Elementen wie Strichen, Rechtecken, Dreiecken, Bogen, Wellen, Kreisen und Punkten basiert. Es hat sich gezeigt, dass Visualisieren eine sehr gehirnstimulierende Tätigkeit ist, die auch noch positive Auswirkungen auf die Motorik hat. Kreativität entsteht zudem, wenn im Gehirn neue Verknüpfungen zwischen schon vorhandenem Ausgangsmaterial entstehen, wobei das Visualisieren solche Verknüpfungen begünstigen kann. Das habe ich an mir selbst und an vielen Kursteilnehmenden erlebt. Das Visualisieren zwingt dazu, neue Kombinationen von bestehenden Elementen zu wagen, wobei zudem beim Visualisieren diese Elemente immer auch mit Text verbunden werden. So kann man sich Dinge am besten merken, wenn man Bild und Text kombinieren, was sich insbesondere auch für Zusammenfassungen von Lerninhalten anbietet. Ein gutes Beispiel sind Sketchnotes, bei denen man wie bei klassischen Textnotizen die wichtigsten Inhalte notiert, diese aber mit passenden Visualisierungen versieht. Sketchnotes sind dabei eine Mischung aus Text, Symbolen und Strukturen, und sind eine schnelle und effektive Methode um Inhalte zu visualisieren, die dabei helfen, Inhalte besser zu verstehen und zusätzlich die Kreativität fördern. Im Unterschied zu Textnotizen schaut man sich Sketchnotes gerne ein zweites oder drittes Mal an, was die beste Voraussetzung dafür ist, um sich den Inhalt zu merken. Wichtig: Um Visualisieren zu können, muss man nicht zeichnen können.

Übrigens: Auch bei der Planung von Unterrichtseinheiten oder bei Notizen im Alltag sind Visualisierungen hilfreich und oft einprägsamer als schriftliche Notizen!

Literatur

Stangl, W. (2018, 12. Juni). Was sind Sketchnotes?. lerntipp.net.news.
https:// news.lerntipp.net/sketchnotes.