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Lofi-Musik beim Lernen?

Lofi oder Lo-Fi ist die Bezeichnung für Low-Fidelity, was wörtlich übersetzt „geringe Wiedergabetreue“ bedeutet. Lofi-Musik klingt dumpf, sie zischt und knistert manchmal. Das ist Absicht, denn genau das ist der gewollt unvollkommene Retro-Klang, den die mit einfachen technischen Mitteln aufgenommene Musik anstebt. Dass Musik eine Wirkung auf die aktuelle Stimmung eines Menschen hat, denn Wissenschaftler haben gezeigt, dass sich Musik sogar positiv auf die Leistung des Gehirns und die Konzentration auswirken kann. Wichtig ist es, die richtige Musik für diesen Zweck auszuwählen.

  • Erhöhte Hirnaktivität durch Entspannung aufgrund der Vorhersehbarkeit von Schleifen, Übertönen von Außengeräuschen, Musik aktiviert das Gehirn und schaltet Neuronen um (der letzte Punkt ist umstritten).
  • Erhöhte kognitive Fähigkeiten, da eine Studie¹ ergab, dass Lofi-Musik das Erinnerungsvermögen verbessert.
  • Bessere Stimmung, da Musik die Glückshormone Serotonin und Dopamin freisetzt.
  • Verringerung von Spannung und Nervosität, da Musik das Stresshormon Cortisol reduziert.
  • Entspannende Wirkung aufgrund des angenehmen Rhythmus und der vorhersehbaren Klänge.

Die eigene Lieblingsmusik ist sicher keine Lofi-Musik, denn zum einen lenken die Texte der Musik ab, im schlimmsten Fall singt man seine Lieblingslieder sogar mit. Das liegt daran, dass die meisten Songs abwechslungsreich und spannend gestaltet wurden, was ebenfalls ablenkend wirken kann. Lofi-Musik klingt manchmal langweilig, ist daher ideal zum Lernen geeignet. Außerdem verhindert sie Ablenkung und kann bei manchen die Gehirnaktivität und die Konzentration fördern.

Auch wenn die meisten Experten der Meinung sind, dass Musik beim Lernen eher ablenken kann (siehe unter Stört Musik die Konzentration beim Lernen?), kann es sich für Menschen, denen Konzentration schwer fällt, dennoch lohnen, diese Form der Musik auszuprobieren, denn Lofi-Beats steigern bei manchen tatsächlich die Konzentration und damit die Produktivität.

Lofi-Musik kann fast überall gehört werden, ob auf YouTube, Spotify bzw. Streaming-Plattformen. Es gibt sie in einer Vielzahl von Varianten. Besonders empfehlenswert sind Livestreams oder Wiedergabelisten mit Lofi-Musik.

Hier sind Beispiele: