Zum Inhalt springen

Der Kaninchenbau-Effekt als Lernmethode

Beim Erlernen neuer Inhalte können Sie sich auf den Kaninchenbau-Effekt bzw. Rabbit-Hole-Effekt verlassen, um den Lernenden den Einstieg in neue Inhalte zu erleichtern, indem Sie ihre Neugierde wecken. Beginnen Sie beim Erlernen einer Fremdsprache zunächst mit den Wörtern, gehen Sie dann einen Schritt weiter und überlegen Sie, in welche Sätze diese Wörter eingebaut werden können, wie sie grammatikalisch verändert werden können oder ob es neue Wörter gibt, die aus den bereits bekannten Wörtern gebildet werden können. Auf diese Weise können sich die Lernenden selbst motivieren, sich mehr mit den Strukturen einer Sprache zu befassen und weiter zu lernen, als ob sie in den Kaninchenbau hinabgestiegen wären.

Der Rabbit-Hole-Effekt stammt übrigens aus dem Buch „Alice im Wunderland“, in dem das Mädchen Alice zu Beginn ein weißes Kaninchen im Garten entdeckt. Sie folgt dem Kaninchen, das in seinem Bau verschwindet, und gelangt so in eine andere Welt, in der sie wundersame Dinge erlebt. „Als aber das Kaninchen seine Uhr aus der Westentasche zog, auf die Zeit schaute und eilig davonlief, sprang Alice auf, denn sie hatte noch nie ein Kaninchen mit einer Westentasche und einer Uhr darin gesehen. Voller Neugierde rannte sie ihm über die Wiese hinterher und sah gerade noch rechtzeitig, wie es in ein großes Loch unter der Hecke schlüpfte. Im nächsten Moment war sie ihm in das Loch nachgesprungen, ohne daran zu denken, wie sie wieder herauskommen könnte. Der Eingang zum Kaninchenbau verlief erst geradeaus, wie ein Tunnel, und dann ging es plötzlich bergab; bevor Alice überhaupt daran denken konnte, sich schnell festzuhalten, spürte sie schon, dass sie, wie es schien, in einen tiefen, tiefen Brunnen fiel.“

Literatur

https://de.wikisource.org/wiki/Alice_im_Wunderland/Erstes_Kapitel._Hinunter_in_den_Kaninchenbau (21-03-02)