Wie kann man etwas sein Leben lang im Gedächtnis behalten?



Wann man einen Text wie ein schönes Gedicht ein Leben lang behalten möchte, da es einem besonders am Herzen liegt, ist eine regelmäßige Wiederholung nötig. Man kann sich dabei der Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Gehirns bzw. Gedächtnisses bedienen, wobei das sowohl für das Erlernen als auch das lebenslange behalten gilt. Dabei kommt es auf die Regelmäßigkeit an, die uns die Vergessenskurve vorgibt – siehe dazu das entsprechende Arbeitsblatt zur Vergessenskurve nach Ebbinghaus.

Für das lebenslange Behalten des Erlernten verdoppelt man in den Folge die vorherigen Abstände der Wiederholung, also setzt man etwa die nächste Wiederholung nach vier Tagen, nach acht Tagen, nach sechzehn Tagen, nach einem Monat, zwei Monaten und so weiter an. Dabei ist es nicht so wichtig, dass man sich genau an diese Abstände hält, sondern man kann auch zwischendurch hie und da das Gelernte wiederholen. Dafür kann man die Zeit in einer Warteschlange an der Supermarktkasse oder beim Warten in einem Stau nutzen, wobei es sich empfiehlt, dies zumindest jedes halbe Jahr zu tun, damit alles frisch und jederzeit abrufbar im Gedächtnis bleibt.

Übrigens: Traumatische Ereignisse werden meist allein auf Grund ihrer hohen Emotionalität ebenfalls lebenslang gespeichert, wobei auch hier zu einem gewissen Teil gedankliche Wiederholungen eine Rolle spielen, die allerdings nicht gewollt sondern häuig unbewusst erfolgen.





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© Werner Stangl Linz 2017