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Schlechte Angewohnheiten beim Lesen von Texten, die man lernen will

Beim Lesen können sich schlechte Angewohnheiten einschleichen bzw. schleppt man diese schon seit dem Lesenlernen mit. Deswegen gilt es zu überprüfen, ob sich die folgenden schlechten Gewohnheiten eingestellt haben bzw. sollte dann versuchen, diese nach und nach abzustellen:

  • Lautes Mitsprechen hemmt durch die aktive Beteiligung der Sprechorgane das Lesetempo.
  • Das Wort für Wort lesen wirkt sich ebenfalls negativ auf das Lesetempo aus.
  • Der komplette Text wird im gleichen Tempo gelesen und nicht der Schwierigkeit der einzelnen Abschnitte angepasst.
  • Der Text wird passiv, desinteressiert und unkonzentriert gelesen. Dagegen hilft ein Bleistift, mit dem man wichtiges am Rand notiert.
  • Der Text wird nicht im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel gelesen.
  • Viele übergehen Illustrationen, denn diese werden als unwichtig eingestuft, obwohl Visualisierungen das Verstehen nachhaltig fördern. Oft ist es besser, diese vor dem Lesen eines Textes einmal genau zu betrachten und sich seine eigenen Gedanken zu machen.
  • Spätestens alle fünfzehn Minuten sollte man eine Pause machen und den Blick wo anders hinrichten, vielleicht aufstehen und das Gelesene noch einmal durchdenken.

Methoden zur Verbesserung der Leseleistung von SchülerInnen

Abhilfe schafft hier u. a. ein Blickspannentraining, mit dem man erreichen kann, dass SchülerInnen nicht mehr Wort für Wort oder gar Silbe für Silbe lesen, sondern mehrere Wörter auf einmal erfassen können. Die SchülerInnen lernen,  ganze  Wortgruppen,  die  eine  Sinneinheit  bilden,  zusammengehörend  zu  lesen. Durch das Training wird erreicht, dass das Auge in einer Zeile nicht mehrmals anhält, um sich auf einen Punkt zu konzentrieren, was das Lesen sehr langsam macht und das Auge ermüdet, sondern mehr Information auf einmal aufnehmen kann. Diese Art des Lesens erfordert mehr Konzentration und erreicht damit, dass das Gelesene besser behalten wird. Wichtig  bei  diesem  Training  ist  es,  den  Kindern  den  Sinn  zu  erklären,  da  sie  nur  so verstehen können, dass lautes Mitlesen oder das Mitverfolgen des Textes mit dem Finger dieser Technik hinderlich ist, da der Text im Gehirn wesentlich rascher erfasst wird als er stimmlich umgesetzt oder mit dem Finger angetippt werden kann. Wichtig ist, immer weiter zu lesen und nicht immer wieder in den Zeilen zurückzuspringen.
Übungen zum Erweitern der Blickspanne kann man unterschiedlich durchführen. Eine Methode ist die Benutzung von Blitzkartenlisten. Dabei werden Wörter untereinander auf eine Liste geschrieben. Sie werden dann mit einer kleinen Karteikarte oder einem Zettel abgedeckt. Die jeweils nächste Zeile wird nun kurzzeitig (blitzartig) auf- und sofort wieder abgedeckt (daher der Name „Blitzkartentechnik“). Die SchülerInnen versuchen dabei, den kurzzeitig aufgeblitzten Begriff zu erkennen. Mit etwas Übung lassen sich auf diese Weise sogar lange Wörter oder ganze Zeilen erfassen.

Auch das Üben von Scanning ist nützlich, denn beim Scanning werden Texte auf bestimmte Wörter oder Informationen durchsucht, wie wir es zB tun, wenn wir im Telefonbuch oder im Lexikon nach einem bestimmten Namen oder Begriff suchen. Wir überfliegen eine Textseite und suchen nach einem bestimmten Wortbild, nach Buchstaben oder Zahlen. Je geübter der Leser ist, desto leichter fällt ihm das Erkennen dieser Buchstabengruppen, das Auge erfasst das Wortbild oder die gesuchte Satzgruppe. So ist es mit Hilfe des Scannings auch möglich, rascher Antworten auf vorher gestellte Fragen zu finden. Nach einigem Üben gelingt es den SchülerInnen in kurzer Zeit, die gewünschten Informationen beim Überfliegen aus einem Text  herauszulesen  oder  aufzuschreiben.  Beim  Lernen  hilft  das  Erkennen  der Schlüsselwörter und erleichtert das Zusammenfassen eines Textes erheblich. Hilfreich beim Scanning können für SchülerInnen zB Nummerierungen im Text und auch verschiedene Schriftarten und -größen sein. Besonders wichtig ist ein gezieltes Scanning, das nicht mit schlampigem Darüberhinweglesen verwechselt werden darf, wenn die Informationsflut der Internetseiten von den SchülerInnen bewältigt und auf sinnvolle oder unsinnige Information gescannt werden soll und muss.

Beim überfliegenden Lesen (Skimming) kommt es darauf an, die Kerngedanken eines Textes zu erfassen und zu erkennen, ob es sich um einen Text von Interesse oder Brauchbarkeit handelt, genügt zunächst das Überfliegen der Zeilen, was eine drei- bis vierfache Zeitersparnis gegenüber dem genauen Lesen bedeutet. Beim Skimmen überfliegt man Überschriften, Zusammenfassungen oder die ersten und letzten Sätze eines Abschnitts und erfasst, so vorhanden, Abbildungen, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Siehe dazu auch den Lerntipp zum Textlernen!

Literatur
Ohne Autor (2008). Leselust  statt Lesefrust  – Erfolgreich lesen lernen.  Herausgegeben vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, dem Stadtschulrat für Wien und dem Pädagogischen Institut der Stadt Wien.



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© Werner Stangl Linz 2017