Spezialtipp:
Lernen mit einem Lern- oder Vokabelposter!
Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren!

vokabel-poster

Erfahren Sie mehr dazu!


Richtiges Lesen und Einprägen

Für viele Menschen liegt beim Lesen die größte Schwierigkeit darin, sich das Gelesene nachhaltig einzuprägen. Hier einige Ratschläge von PsychologInnen, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben, wobei die genannten Methoden alle mehr oder minder Ausdauer und Geduld erfordern.

  • Erzählen: Man sollte das Gelesene an andere Personen weitergeben, indem man es ihnen erzählt. Das gilt für kurze Texte, die man schnell wiedergeben kann und von denen man die wichtigsten Informationen noch im Kopf hat. Bei seinen Erzählungen filtert man die grundlegenden Informationen heraus und erkennt oft erst den Sinn dahinter. Dadurch entsteht ein netzartiges System, das sich dann in unserem Gedächtnis absetzen kann. Es gibt für das menschliche Gehirn daher kaum eine bessere Lernstrategie als das gegenseitige Erzählen und Erklären, wobei oft hinzu kommt, dass man dabei auch die Bedeutung von sozialen Aspekten beim Lernen für den Lernerfolg nicht unterschätzen sollte, den das Gehirn lässt sich bereitwilliger auf einen neuen Lernstoff ein, wenn die Atmosphäre entspannt ist. Der Lernstoff wird dabei mit positiven Gefühlen verknüpft, was sich grundsätzlich auch positiv auf die Lernmotivation auswirkt. Diese Form der erzählenden Einprägung ist übrigens einer der Gründe, warum LehrerInnen soviel wissen 😉
  • Scannen: Beim Lesen sollte man nie die Wörter mitsprechen, sei es mit dem Mund oder im Kopf, denn diese aus der Kindheit stammende Gewohnheit verlangsamt das Einprägen des Gelesenen, verstreut die kognitiven Ressourcen, lenkt immer wieder ab und ermüdet auch. Man sollte die Wörter in ihrer Form erkennen, sie gewissermaßen scannen, was etwa doppelt so schnell von statten geht als das Mitsprechen. Bei einiger Übung kann man übrigens erkennen, dass man sich bei einem sehr schnellen Lesetempo mittels peripherem Sehen oft mehr merkt als durch langsames Lesen, das den Lesefluss durch die Leseregression bremst. Dieser Ratschlag findet sich praktisch bei allen Schnelllesetechniken, wobei man zum Erlernen dieser Technik einige Wochen veranschlagen sollte.
  • Schreiben: Das Gelesene sollte man stets aufschreiben, denn das ist vor allem bei Fachliteratur die beste Methode, wobei man das gleich im Buch, an den Seitenrändern mit Marginalien machen kann, aber auch in Form von Exzerpten.
  • Morgenstund: Die wichtigsten Texte sollte man am Morgen oder Vormittag lesen, denn nach dem Aufwachen funktioniert das Gehirn nämlich am besten. Vor dem Schlafgehen sollte man nichts Neues lesen – es sei denn, es ist ein Roman, der zum Einschlafen gedacht ist. Wissenschaftliche Texte, die man behalten möchte, können den Schlaf stören, da sie das Gehirn zum Arbeiten anregen, während man sich bereits auf die Nachtruhe eingestellt hat. Siehe dazu den Lerntipp für das Lernen bei einer Wiederholungsprüfung!
  • Überblick: Bevor man einen längeren Text komplett liest, sollte man sich einen Überblick verschaffen, etwa indem man das Inhaltsverzeichnis, eine kurze Zusammenfassung, Kritiken, Informationen über den Autor liest. Diese Informationen helfen dem Gehirn, ein grobes Netz aufzubauen, das später mit den zentralen Informationen aus dem Text gefüllt wird. Des Gehirn verarbeitet und merkt sich nur systematische Informationen und filtert Zusammenhangloses aus, um das Gedächtnis nicht zu überlasten.
    Ein guter Tipp bei einem Lehrbuch ist übrigens, vor einer Gesamtlektüre den ersten und den letzten Absatz jedes Kapitels zu lesen.
  • Leseplatz: Damit man effektiv lesen kann, sollte sich das Lesen ungestört gestalten, wobei nicht nur ein eingeschaltetes oder Lärm stören können, sondern auch ein unaufgeräumter Tisch im Blickfeld.

Unter Verwendung von http://mens-finest.de/2009/11/27/
8-methoden-um-sich-das-gelesene-zu-merken/ (09-11-28)





You must be logged in to post a comment.

You must be logged in to post a comment.

free counters

© Werner Stangl Linz 2017