Damit Gehirn und Gedächtnis gut zusammenarbeiten

Lernen und Leisten gelingt in einer vertrauten, entspannten und ablenkungsarmen Atmosphäre am besten. Dies sollte sich in der Gestaltung des häuslichen und schulischen Arbeitsplatzes, in der Zeitplanung, wann gelernt wird, in den eingelegten Pausen und Entspannungs- und Erholungsmöglichkeiten niederschlagen.
Wichtig ist es, auf einen langen und erholsamen Schlaf zu achten, denn hirnphysiologisch ist der Schlaf wichtig, um notwendige Eiweiße (Proteine) zu produzieren und einzulagern, die als Reservoir tagsüber für das Aufbauen von Erinnerungen notwendig sind. Im Schlaf ruhen die Hirnaktivitäten nicht, sondern die Verarbeitung und Einspeicherung von Eindrücken und Erlebnissen geht weiter (siehe dazu Das Gedächtnis)
Manche SchülerInnen schwören auf die Macht des Schlafes, einzelne schwierige Begriffe und Sachverhalte, die vor dem Schlafengehen kurz nochmals eingeprägt werden, dauerhaft abzuspeichern.
Schon Kinder und Jugendliche sollten sich bewusst ein Metagedächtnis aufbauen. Jeder Mensch erwirbt während seines lebenslangen Lernens mehr oder weniger diffuse Vorstellungen davon, wie das Gedächtnis funktioniert und wie er sich am besten Lerninhalte einprägen kann. Dieses Wissen über das eigene Lernen kann im Sinne eines Lernen zu lernen auch bewusst erweitert und vertieft werden: In welcher Reihenfolge sollen die Hausaufgaben erledigt werden? Welcher Lerntyp bin ich? Wie bereite ich mich auf eine Schularbeit vor? Wie schreibe ich eine Schularbeit? Wie lerne ich Wörter? Wie lerne ich einen Hefteintrag? Wie bearbeite ich einen Text? …
Es reicht beim Lernen nicht, sich den Lerninhalt in der Schule oder von den Eltern servieren zu lassen und ihn passiv zu konsumieren, viel besser ist es, jeden Stoff selbst aktiv zu bearbeiten. Die ungeliebten Hausaufgaben, bestätigt durch viele Untersuchungsergebnisse, haben ihren Sinn und führen bei gewissenhafter Erledigung zu einem vertieften Lerneffekt, besonders dann, wenn mit Material gearbeitet werden muss: Texte bearbeiten und zusammenfassen, Schlüsselbegriffe herausarbeiten, eine Strukturskizze erstellen, eine Mindmap entwerfen … Dem eigenständigen Bilden von Strukturen, dem Erkennen von Zusammenhängen, Ähnlichkeiten und Unterschieden kommt damit eine große Bedeutung bei der Stärkung des Gedächtnisses zu.
Siehe dazu aber die Untersuchung „Hausaufgaben haben keine Auswirkung auf den Lernerfolg„.

Quelle: http://www.stephanreuthner.de/gedaechtnis.htm (08-01-07)




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© Werner Stangl Linz 2017