Pomodoro-Technik


cirillio-pomodoro-technikDie Pomodoro-Technik oder Paradeiser-Technik (in Deutschland auch Tomaten-Technik genannt ūüėČ ist eine Methode der Lern- und Arbeitsorganisation, die von Francesco Cirillo entwickelt wurde. F√ľr dieses System verwendete Cirillio einen Kurzzeitwecker in Paradeiserform -, um die Lernarbeit in 25-Minuten-Abschnitte (eben pomodori) und Pausenzeiten zu unterteilen. Die Methode basiert auf der grunds√§tzlich richtigen √úberlegung, dass h√§ufige und regelm√§√üige Pausen die geistige Leistungsf√§higkeit verbessern und√ā¬† ein Mittel gegen geistige Blockaden darstellt, wie sie beim Lernen manchmal auftauchen. Die Technik besteht aus f√ľnf Schritten, die hier entgegen dem Original lernpsychologisch an wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst wurden:

  • die Aufgabe schriftlich formulieren,
  • den Kurzzeitwecker auf 25 Minuten stellen,
  • die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt und die Stelle im Stoff mit einem X markieren,
  • eine kurze Pause machen (f√ľnf bis zehn Minuten)
  • mach vier ‚pomodori‘ eine l√§ngere Pause machen (mindestens eine Stunde).

Dieses Lernen und Arbeiten in Zeiteinheiten tr√§gt dadurch zu einer Steigerung der Lernleistung bei, da man in der Regel bem√ľht ist, in der festgelegten Zeit den geplanten Stoff zu bearbeiten.√ā¬† Durch diese Methode lernt man auch die Zeit besser abzusch√§tzen, die man f√ľr verschiedene Aufgaben ben√∂tigt, wobei aus psychologischer Sicht auch Ablenkungen ausgeschaltet werden k√∂nnen.

√úbrigens: es gibt auch virtuelle Wecker am Computer, aber diese haben nicht den Touch eines von Hand eingestellten K√ľchenweckers, der noch dazu tickt. Auch sollte man je nach aktueller Verfasstheit auch ein anderes Zeitintervall w√§hlen, denn die 25 Minuten waren allein durch die Tatsache begr√ľndet, dass der K√ľchenwecker Cirillios nur auf maximal 25 Minuten einzustellen war – hat also keine tiefere lernpsychologisch begr√ľndbare Ursache. Die Zeit sollte aber zwischen 15 und 30 Minuten liegen, denn das ist jene Zeit, in der man sich auf eine Sache in der Regel gut konzentrieren kann (siehe dazu Konzentrationsf√§higkeit).


Bernadette Redl schrieb √ľbrigens zu ihrer Praxis der Pomodoro-Methode im Standard zun einem Selbsttest mit der Methode, dass sie in ihrem Gro√üraumb√ľro schnell auf Hindernisse st√∂√üt, vor allem auf Ablenkungen, denn st√§ndig wird telefoniert, diskutiert oder besprochen. Also muss sie das Smartphone ausschalten und die Kollegen bitten, nicht zu st√∂ren. Das geht anfangs zwar gut, aber immer wieder ertappe sie sich dabei, an kommende Aufgaben zu denken. Kollegen kommen vorbei oder sprechen sie an. Auch die Pausen gestalten sich schwierig, denn mitten in einer Aufgabe pl√∂tzlich abzubrechen ist oft auch wenig sinnvoll, vor allem wenn man gerade extrem konzentriert ist. Au√üerdem sind ihrer Meinung nach f√ľnf Minuten f√ľr die Pause zu kurz (siehe oben!), also eine richtige Pause ist das nach ihrer Ansicht nicht. Doch das im B√ľro Spazieren und die Gedanken schweifen lassen tun ihr gut und am Abend herrscht weniger Chaos in ihrem Kopf. Wenn sie jetzt mit den Kollegen tratscht, hat sie kein schlechtes Gewissen mehr.“

Man kann daraus schlie√üen, dass diese Methode f√ľr Gro√üraumb√ľros doch nicht so geeignet ist.


Quelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Pomodoro-Technik (15-03-11)
https://derstandard.at/2000074416274/Gehirn-entlasten-mit-Tomate (18-02-18)



Weitere Beiträge zu diesem Thema



Sorry, comments for this entry are closed at this time.

Sorry, comments for this entry are closed at this time.


© Werner Stangl Linz 2019