Repetitio est mater studiorum!

Repetitio est mater studiorum! Dieser lateinische Ausspruch, dass Wiederholung die Mutter der Studien ist, bedeutet letztlich nichts anderes, dass man einen Plan entwickeln sollte, wie man am besten einen Lernstoff wiederholt. Denn Wiederholung des Gelernten ist das A und O des Lernens, damit der Stoff auch dauerhaft im Gedächtnis bleibt. Nur wenn man früh genug mit dem Lernen anfängt, hat man auch ausreichend Zeit, um den Stoff durch Wiederholen zu festigen. Bekanntlich gilt: Je besser der Stoff eingeprägt ist, desto leichter hat man es dann, diesen in der Prüfung abzurufen. Es gibt verschiedene Methoden zu wiederholen:

Das Gelernte aus dem Gedächtnis immer wieder aufschreiben, mit anderen über den Stoff diskutieren oder einem anderen erzählen, wodurch man auch gleich merkt, ob man alles verstanden hat, den Prüfungsstoff immer wieder durchlesen, etwa vor dem Schlafengehen. Mit den neuen Medien kann man einen Stoff auch sprachlich auf einem Datenträger (Computer, Mobilphone) aufnehmen und ihn immer wieder anhören.
Vor allem am Beginn ist häufiges Wiederholen wichtig, denn damit folgt man der berühmten Ebbinghaus’schen Vergessenskurve.

Zur Person: Hermann Ebbinghaus war Sohn eines reichen Kaufmannes aus Barmen und Berliner Psychologe, dessen Forschungsarbeiten und Schlüsse als Meilenstein im Bereich der Gedächtnisforschung angesehen werden können, versuchte auf bahnbrechende Weise der Gedächtnisleistung auf den Grund zu gehen. Interessant ist, dass Ebbinghaus Versuchsleiter und Versuchsperson in einer Person war. 1885 er schien sein wohl bedeutendstes Werk zu diesem Thema unter dem Titel „Über das Gedächtnis“. Seine Methode: Er notierte sich seitenweise sinnlose Silben (=Konsonant-Vokal-Konsonant-Kombination), wie etwa „WUX“ oder „CAZ“ und versuchte sie sich einzuprägen. Ebbinghaus‘ Originalliste umfasste 2300 Silben. Die gemerkten sinnlosen Silben schrieb er akribisch genau auf, um schlussendlich der Gedächtnisleistung, vor allem der Kurzzeitgedächtnisleistung, auf die Schliche zu kommen. Auch nahm er auf andere Faktoren, wie etwa auf die Zeit oder auf die Wiederholungen, Rücksicht. So kam er nach all den vielen Selbstversuchen zu dem Schluss, dass er nach einmaligem Lernen rund sieben Silben wiedergeben konnte. Zusätzlich bemerkte er, dass er jene bereits Sekunden später vergessen hatte – nämlich etwa nach 18 Sekunden. Würde man den Silben Sinn gegeben werden, so würde sich das Fassungsvermögen des Kurzzeitgedächtnisses erheblich steigern.

Literatur

Ebbinghaus, H. (1885). Über das Gedächtnis. Untersuchungen zur experimentellen Psychologie. Leipzig.
Stangl, W. (1998). Die Vergessenskurve.[werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Vergessen-Ebbinghaus.shtml (98-05-09)




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© Werner Stangl Linz 2017