SMART – Vorsätze und Ziele für das neue Schuljahr

1. September 2018 – 07:00

Viele Schüler starten in ein neues Schuljahr mit vielen guten Vorsätzen, um dann nach ein paar Tagen oder Wochen festzustellen, dass die Vorsätze doch nicht umgesetzt wurden oder einfach nicht erreichbar sind. Das liegt daran, dass die Ziele nicht wirklich SMART waren, d.h., dass sie die im Folgenden beschriebenen Bedingungen nicht erfüllt haben. Um sich diese fünf Bedingungen leichter merken zu können, gibt es dafür das Akronym SMART, was nichts anderes bedeutet, als dass die Anfangsbuchstaben der fünf Bedingungen den Begriff SMART ergeben.

  • S – spezifisch
  • M – messbar
  • A – angemessen, aktiv, akzeptabel und attraktiv, anspruchsvoll
  • R – relevant, realisierbar und realistisch
  • T – terminiert

Spezifisch: Formuliere das Ziel immer sehr konkret. Ist man wirklich bereit für das Ziel zu arbeiten, oder ist es nur so ein Gedanke? Solange man keinen konkreten Wunsch hat, gibt es auch nichts, was man erreichen kann.  Man muss sein Ziel also vorerst auf „Ich will mehr Vokabel lernen um in Englisch ein „Sehr gut“ zu erhalten“ ändern.

Messbar: Ziele müssen bis ins Detail genau definiert und klar sein. Es ist zu ungenau etwas nur „besser“, oder wie in unserem Fall „mehr lernen“ zu wollen. Was bedeutet „mehr“? Zehn Vokabeln pro Tag? Oder Zwei? Zehn pro Woche? Um wirklich zielgerichtet vorzugehen, muss man solche Dinge im Vorfeld abklären. Daher muss man sein Ziel auf „Ich will täglich zehn Vokabeln lernen“ konkretisieren.

Angemessen und attrativ:  Man muss sich Ziele setzen, die angemessen und realistisch sind. Sofern man ein großes, schweres Ziel hat, sollte man es in kleinere Teilziele unterteilen. Diese kann man dann nach und nach erreichen, immer mit dem großen Ziel im Hinterkopf. Man muss deshalb jedes Mal überprüfen, ob die Ziele durchführbar sind. Das Ziel „Besser in Englisch zu werden, also zumindest ein „Gut“ bei der ersten Schularbeit zu erreichen“, ist realistisch.

Relevant und Realistisch: Ziele kann man am besten aus eigenem Antrieb erreichen. Jedes Ziel muss eine Bedeutung für einen selber haben. Man wird niemals sein volles Potenzial ausschöpfen, wenn man ein Ziel für jemand anderen erreichen muss, also etwa um seine Eltern zufrieden zu stellen. Man muss sich Ziele setzen, die einen selbst zufriedener machen und die Lebensqualität steigern. In unserem Beispiel möchte man vielleicht „Zumindes ein Gut bei der nächsten Schularbeit erreichen“.

Terminiert:  Für eine erfolgreiche Zielsetzung ist das Datum ein überaus wichtiger Faktor. Viele Menschen möchten „einmal“ oder „irgendwann“ etwas erreichen. Man sollte sich bewusst machen, dass diese Tage jedoch niemals kommen werden. Man muss für sein Ziel ein ganz genaues Datum festlegen. Sobald man einen konkreten Termin ausgewählt hat, wird das Unterbewusstsein dafür sorgen, diesen auch einzuhalten. In unserem Beispiel beginnen wir sofort „Jeden Tag zehn Vokabeln zu lernen“.

Diese fünf Merkmale sollten sich daher in jedem Ziel wiederfinden, das man sich setzt.

Übrigens: Das englische Wort SMART bedeutet schlau, gewandt, pfiffig. Und im englischen Original heißen die fünf Punkte:

  • S = Specific
  • M = Measurable
  • A = Achievable
  • R = Realistic
  • T = Time framed

Wenn man die Begriffe exakt übersetzt, dann müsste man dieses Modell als KMERZ-Modell  („Konkret, Messbar, Erreichbar, Realistisch, Zeitrahmen festlegen“) bezeichnen 😉

Und es gibt auch Experten, die meinen, dass SMARTe Ziele gar nicht so kompliziert analysiert werden müssen, denn das Wesentliche ist in einem Satz zusammenzufassen: „Ziele müssen machbar und messbar sein.“



Wortschatz beim Lesen ausbauen

22. August 2018 – 13:50

Bücher in einer zu lernenden Fremdsprache zu lesen ist eine äußerst empfehlenswerte Lerntechnik, denn mit einem interessanten Buch lässt sich der Wortschatz schnell erweitern. Empfehlenswert ist die Lektüre solcher Bücher, die man auch in der Muttersprache lesen würde, wenn also der Inhalt allein schon motivierend ist.

Die Karteikartentechnik ist nun nicht nur für den Karteikastenlernen, also die bekannte Lernkartei sinnvoll zu verwenden, sondern kann auch erweitert werden. Wenn man ein fremdsprachiges Buch liest, sollten die kleinen Kärtchen bei der Hand sein, denn trifft man während des Lesens auf eine unbekannte Vokabel, übersetzen man diese mit Hilfe des Wörterbuches. Dann schreibt man das Wort wie üblich zusammen mit der Übersetzung auf ein Kärtchen. Diese Kärtchen legt man dann ein paar Seiten (zu Beginn vielleicht zwei bis drei) weiter hinten ins Buch. Wenn man dann bei der Seite mit dem Kärtchen angelangt ist, wiederholt man die Vokabel und legt sie dann wieder ein paar Seiten weiter hinten ins Buch, wobei man dann die Seitenanzahl verdoppeln kann, damit die Vokabeln mehr Zeit bekommen, ins Langzeitgedächtnis zu kommen. Wenn man am Ende eines Buches angelangt ist, kann man die Kärtchen auch in das nächste Buch hineinlegen. Man kann die Kärtchen aber auch wie üblich in der Lernkartei unterbringen und nach diesem Muster lernen.


Hinweis: Als Wortschatz bezeichnet man ganz allgemein die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache, die eine einzelne Sprecherin oder ein einzelner Sprecher kennt oder verwendet. Bei SprecherInnen unterscheidet man zwischen rezeptiver oder passivem Wortschatz (Verstehenswortschatz), also die Wörter, die der er bzw. sie kennt oder erkennt, und produktivem oder aktivem Wortschatz, also jene Wörter, die jemand im Alltag benutzt.

Der rezeptive Wortschatz verhilft zum Verstehen gesprochener und geschriebener Texte, d. h., die Sprecherin bzw. der Sprecher kann zu einem gehörten oder gelesenen Wort die Bedeutung aus dem Gedächtnis abrufen oder auch mit Hilfe der Wortbildungsregeln erschließen. Der produktive oder aktive Wortschatz ermöglicht der Sprecherin bzw. dem Sprecher, sich verständlich auszudrücken bzw. er oder sie kann zu einer bestimmten Bedeutung das zugehörige Wort aus dem Gedächtnis abrufen.



Im August für Nachprüfungen zu lernen beginnen

7. August 2018 – 13:02

Schülerinnen und Schüler, die eine Nachprüfung bzw. eine Wiederholungsprüfung im Herbst haben, sollten jetzt Anfang August beginnen, sich für diese Prüfung vorzubereiten. Dabei empfiehlt sich regelmäßiges Lernen in kleinen Einheiten und Wiederholungen, denn ein zu massiertes Lernen über einen Tag verhindert, dass sich die Lernstoffe nachhaltig festsetzen. Gerade in den Ferien hat man die Möglichkeit, sein Lernen optimal zu planen. Auch sind Ruhepausen wichtig, denn wer einen guten Lernplan hat und in den Ferien auch hie und da Urlaub vom Lernen macht, muss kein schlechtes Gewissen haben.

Wer im August mit der Vorbereitung auf eine Nachprüfung beginnt, hat noch genügend Zeit, um auch die wichtigen Wiederholungen einzuplanen. Wie man am besten das Lernen plant und die Lerneinheiten über die Zeit verteilt, kann man in unseren Lerntipps nachlesen:

Die richtige Lernplanung

Es ist sinnvoll, am Vormittag zu lernen, und den Nachmittag für Freizeitbeschäftigungen offen zu halten. Am Abend empfiehlt sich eine Wiederholung des Gelernten, denn dann bleibt es nachhaltig im Gedächtnis!

Dabei ist regelmäßiges Lernen kleinerer Stoffmengen wesentlich effektiver als komplexere Themenkreise in Intensivkursen nachzuholen. Regelmäßigkeit beim Lernen gelingt aber den wenigsten SchülerInnen und Schülern, daher sollte man in den Ferien auch darüber nachdenken, wie man das Lernen lernt!



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