Fokussieren auf eine Aufgabe – Einstieg in eine Lernphase

26. Mai 2018 – 12:28

Zur Förderung der Konzentration sind einige einfache Übungen hilfreich. So kann man zum Beispiel ein längeres Wort wie z. B. Fußballstadion, Europacupendspiel oder Zeitungsgerausgeber suchen, das man spiegelverkehrt zu Papier bringt. Bei dieser wohl für die meisten ungewohnten Tätigkeit muss sich das Gehirn besonders anstrengen, d. h., es bleibt dabei kein Platz für Ablenkung. Solche Übungen kann man jeden Tag machen, wobei man mit kürzeren und vertrauten Wörtern den Anfang machen sollte, etwa indem man seinen eigenen Namen schreibt. Sobald das flüssig von der Hand geht, kann man sich an längeren Wörtern oder auch kurzen Sätzen versuchen. Auch zum Einstieg in eine Lernphase kann man diese einfache Übung anwenden, denn danach fällt das Fokussieren auf die folgende Tätigkeit leichter, weil man seine Gedanken beisammen hat.



Gedankenwanderung

9. Mai 2018 – 10:07

Es kommt beim Lernen oder konzentrierten Arbeiten immer wieder vor, dass die Gedanken abschweifen bzw. auf Wanderschaft gehen. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Gehirn etwas sagen möchte, was nicht zu der gerade ausgeführten Tätigkeit passt. Die meisten Menschen versuchen nun, diese Gedanken beiseite zu schieben. Dabei wird man allerdings die Erfahrung machen, dass das gar nicht so einfach funktioniert. Eine solche Gedankenwanderung ist nämlich auch ein Zeichen dafür, dass das Gehirn etwas anderes für wichtiger hält als das, was man gerade tut. Häufig wird es einfach so sein, dass das Gehirn einmal eine Pause braucht und das dadurch deutlich signalisiert. Allerdings können die Gedanken auf etwas hinweisen, das noch unerledigt oder unangenehm ist, was aber erledigt werden sollte. Daher kann es unter Umständen auch eine gute Strategie sein, die aktuelle Arbeit einmal zu unterbrechen und sich auf Gedankenwanderung zu begeben, also um herauszufinden, worum es dem Gehirn eigentlich geht. Wenn man sich dieses andere Wichtige nämlich bewusst vornimmt, dann wird es sich nicht mehr so leicht ins Bewusstsein schieben und die Gedanken auf Wanderschaft schicken.



Papierknäuelmethode

6. Mai 2018 – 08:26

Um mit Lernblockaden umzugehen, ist die Papierknäuelmethode gut geeignet. Dazu schreibt man die Missgeschicke, die einem widerfahren sind, auf Zettel und legt sie alle vor sich auf. Dann knüllt man diese Zettel zusammen und wirft sie in hohem Bogen in den Papierkorb. Ein Missgeschick nach dem anderen wird so „entsorgt“. Wenn man beim Werfen auch noch den Papierkorb verfehlt, dann sollte man den Tag wirklich abhaken 😉

Übrigens: Die Ursache von solchen Blockaden ist Angst in den verschiedensten Formen, etwa die Angst vor dem Versagen, die Angst, andere zu enttäuschen, wobei vor allem die befürchteten Konsequenzen (schlechte Noten!) lähmend wirken. Auch die Angst vor sozialer Ausgrenzung oder die Angst, verspottet zu werden, kann zu Blockaden beim Lenen führen.

Quelle
Stangl, W. (2018). Die Papierknäuelmethode. [benjamin & werner]s praktische lerntipps.
WWW: Papierknäuelmethode (11-05-06).



free counters

© Werner Stangl Linz 2018