Ritual am Beginn und am Ende einer Lernsession

2. August 2018 – 13:02

Es ist eine gute Methode, Lerneinheiten mit Ritualen zu beginnen und damit auch eine gewisse Gewohnheit und Regelmäßigkeit in seinen Lernablauf zu bringen. So kann es ein guter Einstieg sein, zu Beginn des Lernens einen bestimmten Tee zuzubereiten und die Zeit des Ziehens dafür zu nutzen, um die Materialien für die nächsten Lerneinheit vorzubereiten. Ein Ritual am Ende einer Lerneinheit kann etwa darin bestehen, die Lernunterlagen zu verstauen und auf seiner To-Do-Liste das Kapitel abzuhaken.

Von Sabine Grotehusmann, der Autorin des Buches „Der Prüfungserfolg“ gibt es für das Ende eines Lerntages bzw. einer Lerneinheit, den Tipp, schon für das nächste Lernen vorzusorgen, indem man das „Gepäck bereitstellt“, denn das Anfangen fällt umso schwerer, je diffuser einem der Lernstoff erscheint oder je unbezwingbarer der Lernberg sich vor einem erhebt. Als Motivation für den ersten Schritt gibt es zahlreiche Sprichwörter, zum Beispiel: „Auch der Aufstieg auf den höchsten Berg beginnt mit einem ersten Schritt.“
Wem diese Vorstellung nicht hilft, der kann folgenden Trick anwenden. Der Bergsteiger macht den ersten Schritt nämlich schon am Abend vorher, indem er das fertige Wandergepäck an die Tür stellt. In der Früh muss er nur aufstehen, den Rucksack aufschnallen und los geht es. Dasselbe gilt fürs Lernen. Mach es Dir zur Gewohnheit, die nächste Lerneinheit schon am Vortag vorzubereiten! Dadurch, dass Du genau weißt, was zu tun ist und das Arbeitsmaterial schon auf Deinem Tisch liegt, musst Du nur noch die Energie aufwenden, um Dich hinzusetzen und anzufangen!

Am Ende Deines Lerntages bzw. einer Lerneinheit:

  • Notiere entstandene und offen gebliebene Fragen!
  • Überlege, was als nächstes zu tun ist – d.h., welcher Text zu lesen, welche Aufgabe zu bearbeiten ist etc.!
  • Lege die dafür benötigten Materialien bereit. (Ja, damit ist gemeint, dass Du das Buch an der richtigen Stelle aufklappst, die Kopien und Textmarker auf Deinen Tisch legst oder unbeschriebene Karteikarten heraussuchst!)

Quelle: http://www.studis-online.de/Studieren/Lernen/rituale.php (10-01-21)



Die Möglichkeiten von Mind-Maps nutzen

8. Juli 2018 – 11:56

Mind-Maps sind hervorragend geeignet, um Lerninhalte schnell, sicher und effektiv aufzubereiten, denn Mind-Maps nutzen die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, assoziativ Informationen miteinander zu verknüpfen. In einer Mind-Map steht das zentrale Thema in der Mitte und auf den direkt vom zentralen Thema ausgehenden Zweigen befinden sich die Unterthemen des Hauptthemas, was man mit dem Aufbau eines zweidimensionalen Inhaltsverzeichnisses vergleichen kann. Schon beim Erstellen einer Mind-Map lernt man eine ganze Menge über den Stoff, denn man muss die Inhalte so strukturieren, dass man sofort erkennt, worum es sich handelt und sich die Möglichkeit bietet, tiefer in ein Thema einzusteigen.

Gut erstellte Mind-Maps fordern nicht nur den kreativen Teil des Gehirns, sondern fördern in besonderer Weise das visuelle Gedächtnis, wobei die Tatsache genutzt wird, dass sich das menschliche Gehirn an Bilder und optische Strukturen um ein Vielfaches besser erinnern kann als an Wörter allein. Mind-Maps verlangen aber bei der Erstellung eine klare Struktur und eindeutige Informationshierarchien.

Mind-Maps lassen sich auch für Referate, Präsentationen, Ideenfindungen und den Aufbau von Aufsätzen verwenden, wobei Mind-Maps, in denen nur Begriffe eingetragen werden, nicht ansatzweise das volle Potential von Mind-Maps nutzen, sondern lediglich den Zweck eines besseren Lücktextes erfüllen. Wer Mind-Maps als Lerntechnik einsetzen möchte, sollte sich also genau mit den Regeln auseinandersetzen. Siehe dazu Erinnerungspläne – Mind Maps.

Literatur

Stangl, W. (2018). Erinnerungspläne – Mind Maps. [benjamin & werner]s praktische lerntipps.
WWW: http://schule.lerntipp.at/05/ (2018-07-08)



Lerntechnik und Persönlichkeit

8. Juli 2018 – 10:07

Sich mit dem Thema Lerntechnik zu beschäftigen, bedeutet vor allem, sich mit den eigenen Kompetenzen auseinander zu setzen, aber auch mit der eigenen Person. Das fällt manchen Menschen schwer, ist aber für eine effiziente Lerntechnik notwendig. Welcher Mensch bin ich und was bedeutet das für meine Arbeitstechnik? Wie kann ich bei meinem Grundtempo schneller lernen und das Gelernte auch langfristig behalten? Wie arbeitet mein Gehirn überhaupt und wie kann man das Gelernte in meinem bisherigen Wissen erfolgreich verankern?

Grundsätzlich ist es bei solchen Gedanken wichtig, für Neues offen zu sein, also einfach einmal neue Techniken ausprobieren und mit den eigenen Ideen experimentieren. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass weniger der Lernaufwand den Erfolg bringt als vielmehr die Effizient dabei, die oft eine Veränderung im Lernverhalten notwendig macht, damit man wieder Freude und Motivation für das Lernen entwickelt.



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© Werner Stangl Linz 2018