Bei Prüfungen richtig Argumentieren

1. Oktober 2018 – 17:53
Je älter Kinder werden, desto wichtiger wird es, dass sich Kinder bei einer Prüfung richtig ausdrücken können. Das liegt daran, dass mit dem Alter der Kinder Prüfungen in der Schule intensiver und umfangreicher werden. Es ist daher wichtig, dass ein Kind lernt und weiß, wie es sich bei einer Frage richtig ausdrücken soll, wie es bei einer Prüfung überzeugend argumentiert oder mit dem Lehrer oder der Lehrerin diskutiert. Daher können Eltern sehr viel bewirken, indem sie schon zu Hause mit ihren Kindern diese Fertigkeit zum richtigen Ausdruck im Alltag üben. Als Eltern sollte man darauf achten, Anweisungen oder Informationen so weiterzugeben, das Kinder auf die richtige Art und Weise eine Antwort geben können. Dabei sollte man bei solchen Anweisungen direkt und deutlich sein, eine einfache aber klare Sprache verwenden. Man sollte bei seinem Kind nachhaken und nachfragen, wenn dieses sich selbst zu lapidar, zu kompliziert oder zu verschachtelt ausdrückt. Dabei sollte man auf kurze und einfache Sätze achten. Dadurch kann man seinem Kind helfen, sich schon im Alltag jene Kompetenzen anzueignen, die dann in der Schule bei Prüfungen wichtig sein werden. Die argumentative Art und Weise, wie man mit seinen Kindern im Alltag spricht, ist aber auch für das spätere Leben nützlich. Diese Form der Prüfungsvorbereitung ist spielerisch und daher ohne Druck, wobei ein Kind in solchen Gesprächen auch gut erkennen kann, was wichtige Informationen sind und wie man unwichtige Informationen auch einmal weglassen kann (Stangl, 2014).

Literatur

Stangl, W. (2014). Prüfungsvorbereitung in der Eltern-Kind-Kommunikation – lerntipp.net. Werner Stangls Texte zum Lernen.
WWW: http://www.lerntipp.net/news/pruefungsvorbereitung-in-der-eltern-kind-kommunikation/ (2014-10-01).


Tipp: Lernen mit Lernpostern & Vokabelpostern: http://lernposter.lerntipp.at/





Körper und Kopf sagen, wann man eine Pause machen soll

7. September 2018 – 09:15

Menschen brauchen Pausen, um erfolgreich lernen zu können, denn sowohl der Körper als auch das Gehirn brauchen Erholung. Stundenlang über einem Buch oder vor einem Computer zu sitzen, tut dem Körper nicht gut. Als Faustregel: Kinder können sich nur ungefähr doppelt so lange konzentrieren können, wie sie Jahre alt sind, d. h., ein zehnjähriges Kind wird im Durchschnitt nach rund zwanzig Minuten geistig abbauen und eine Pause benötigen.

Erwachsene können sich zwar etwas länger konzentrieren, doch meist nach etwa einer halben Stunde machen sich die ersten mentalen Tiefs bemerkbar und spätestens nach eineinhalb Stunden ist es mit geistiger Arbeit vorbei, denn dann schleichen sich die ersten Fehler aus Erschöpfung ein. Hier ist es vor allem das Gehirn, dem man nicht immer neue Informationen zuführen kann, sondern es braucht Zeit, um die neuen Eindrücke schrittweise zu verarbeiten.

Es gibt zahlreiche Lernratgeber, die dazu detaillierte Informationen liefern, wann und wie lange man beim Lernen einen Pause machen sollte. Da aber solche Angaben immer nur für spezielle Fälle zutreffen, ist es am besten, wieder zu lernen, auf seinen Körper und seinen Kopf zu achten. Mit der Zeit entwickelt man nämlich ein sehr gutes Gefühl dafür, wann es jetzt günstig wäre, vom Lernen aufzustehen und etwas anderes zu tun bzw. eine Pause zu machen.

Was man in den Pausen machen kann? In Lernpausen sollte man vor allem körperliche Bewegung einplanen, etwa einen flotten Spaziergang oder Jogging (Stangl, 2018).

Literatur

Stangl, W. (2018). Nachprüfung. Werner Stangls Pädagogik News.
WWW: http://paedagogik-news.stangl.eu/nachpruefung/ (2018-09-07)



Tipps zum Anfertigen von Notizen

4. September 2018 – 14:50

Das Anfertigen von Notizen während eines Vortrags fördert ein tieferes Verständnis der Inhalte, da man dabei den Gegenstand analysieren, identifizieren und dann in eigene Worte fassen muss.  Da man nicht so schnell schreiben wie sprechen kann, muss man beim Mitschreiben Aspekte des Vortrags ersetzen und auslassen und ein Bewusstsein für die grundlegenden Strukturen der Informationen entwickeln. Dieses Aufschreiben von Notizen während eines Vortrages kann nur durch aktives Zuhören gelingen, wobei es gilt es, immer schon eine Auswahl der relevanten Fakten und Zusammenhänge zu treffen, d. h., beim Mitschreiben muss man Sinnvolles von weniger Sinnvollem, Wichtiges von weniger Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden. Mitschreiben heißt den Überblick bewahren, sodass man erst dann Gesagtes schriftlich fixieren kann, wenn ein Sinnabschnitt beendet ist. Die Praxis zeigt, dass es besser ist, viele Notizen zu machen als wenige, wobei wörtliche Notizen ineffektiv sind, weil sie keine Zeit für die Verarbeitung der Information geben.

Wichtig ist dabei, dass man die Notizen nach dem Vortrag wiederholt und überarbeitet, wobei Notizen die besten Lernhilfen für Prüfungen darstellen und unter diesem Aspekt auch angefertigt werden sollten. Das Anfertigen von Notizen bei einem Vortrag zwingt zur Aufmerksamkeit, führt zu einer aktiven und fragenden Grundhaltung und bildet damit einewesentlixhe Grundlage zum Verstehen und zum leichteren und längeren Behalten des Stoffes. Wie alle Arbeitsmethoden muss auch das Anfertigen von Notizen gelernt und geübt werden. Idealerweise sollte man sich lediglich Stichpunkte und Schlüsselbegriffe notieren, wobei es hilfreich ist, etwa kleine Karteikarten zu nutzen, damit man gezwungen ist, zu reduzieren. Bei fortgeschrittener Methodenkenntnis kann man auch versuchen, die Stichwörter mehr nicht linear anzuordnen, sondern in Form einer Mindmap, um schon während des Vortrags Zusammenhänge und Beziehungen deutlich zu machen. Dabei kann mit Hilfe von Pfeilen und anderen Zeichen den Zusammenhang zwischen den einzelnen Aspekten sichtbar machen.

Siehe auch „Notizen als mentale Knoten“  und  Tipps zur Ordnung in den Mitschriften und das Problem“ mit den Skripten.

Literatur

Stangl, W. (1998). Mitschrift und Notizen in Vorlesungen, Seminaren und Übungen. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNTECHNIK/Mitschrift.shtml (98-11-17).



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