Musik, Arbeiten, Lernen

Studien haben gezeigt, dass wiederkehrende Tätigkeiten und Aufgaben leichter von der Hand gehen, wenn man dabei Musik hört, wobei die geeignete Musik auch die Fehlerquote bei Routinearbeiten senken kann. Man vermutet, dass Musik die Produktion von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin begünstigt, sodass man sich entspannt und glücklich fühlt, und sich folglich besser konzentrieren kann. Das gilt nicht nur bei Fließbandarbeiten, sondern auch dann, wenn man komplexeren Tätigkeiten nachgeht, denn so hören Chirurgen in Operationssälen oft Musik, um ihren Stresspegel zu senken und sich selbst konzentriert zu halten.

In manchen Situationen sollte man besser aber keine Musik hören, etwa wenn man Neues lernt, Fakten aufnimmt, analysiert und diese in sein Gedächtnis einprägen möchte. Wenn nämlich nebenbei Musik läuft, muss das Gehirn neben dem Stoff, den man lernen will, zeitgleich auditive Daten verarbeiten. Dieses scheinbare Multitasking steigert die Wahrscheinlichkeit, dass man einige Fakten falsch interpretiert oder nicht richtig einordnet. Besonders wenn man schwierige Texte lesen muss, können dabei Songtexte irritierend wirken. Auch wenn man auf der Suche nach einer neuen Idee ist oder sich mit einem Problem herumschlägt, ist es zwar durchaus sinnvoll, davor eine Weile mit guter Musik abzuschalten und zu entspannen, denn ein entspannter Verstand ist bekanntlich kreativer. In der eigentlichen Schaffensphase, in der man originelle Ideen entwickeln und neue Projekte planen muss, hilft eher die absolute Stille, sich dabei besser zu konzentrieren und die Gedanken ohne jede Ablenkung fließen zu lassen.





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© Werner Stangl Linz 2017