Laiengespräche

Laiengespräche sind eine gute Methode, um vor allem in Lerngegenständen sein Wissen zu festigen. Diese Methode findet meist nach dem ersten Lernprozess statt, d.h., nachdem man ein Thema erarbeitet hat, sucht man jemanden, den man mit seinem Wissen beglücken kann. Das kann die Mutter oder der Vater sein, die Schwester oder der Bruder, aber auch ein Freund kann dazu herhalten. Notfalls nimmt man sein Haustier, aber auch ein Teddybär kann hier wertvolle Hilfe sein. Natürlich ist ein Mensch, der bei Unklarheiten nachfragt, besser geeignet als die Katze oder die Fliege, die an der Wand sitzt. Mit dieser Methode lernt man auch sehr gut, den gelernten Stoff in eigenen Worten zu formulieren, was für manche offenen Prüfungsformen, insbesondere mündliche Prüfungen, eine sehr gute Vorbereitung darstellt.

Übrigens gibt es diese Form des Lernens auch in der Pädagogik und nennt sich Lernen durch Lehren und ist eine handlungsorientierte Unterrichtsform, bei der SchülerInnen oder StudentInnen lernen, indem sie den Stoff gegenseitig unterrichten, wobei diese Methode fast in allen Fächern, Schultypen und Altersstufen eingesetzt werden kann. Lernen durch Lehren wurde von Jean-Pol Martin als pädagogisches Gesamtkonzept entwickelt und mit Hilfe eines Kontaktnetzes verbreitet.
Bei dieser Methode des Laiengesprächs steht nicht nur das Lernen im Mittelpunkt, sondern man erkennt sehr gut seine eigenen Lücken und Schwächen. Auch ist es generell ein guter Lerntipp, um Dinge, die man selber nicht ganz verstanden hat, sich klarer zu machen. Nicht umsonst kennen sich LehrerInnen in ihren Stoffgebieten auch deshalb so gut aus, da sie den Stoff immer wieder ihren  SchülerInnen erklären müssen …





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© Werner Stangl Linz 2017