Die Mitschrift im Studium



Richtiges Mitschreiben ist für Studierende genauso wichtig wie das aktive Zuhören, denn Mitschriften sind die Grundlage für das Lernen und damit für den Erfolg bei Prüfungen. Manche StudentInnen denken, dass sie alles mitschreiben sollten, was in einer Lehrveranstaltung gesagt bzw. gezeigt wird, und sind dann enttäuscht und demotiviert, wenn ihnen dies nicht gelingt. Zu viel Schreiben führt auch dazu, dass das Zuhören bzw. Verfolgen der Lehrveranstaltung zu kurz kommt, sodass es sinnvoll ist, nur das wirklich Relevante zu notieren. Allerdings ist es während der Lehrveranstaltung nicht immer einfach, gleichzeitig zuzuhören und zuzusehen, das Gehörte und Gesehene zu überdenken und zu strukturieren und dann auch noch auf das Wesentliche zu reduzieren und das dann aufzuschreiben. Dabei helfen in vielen Fällen Abkürzungen und Symbole,denn die  verringern die Schreibarbeit.

Die Mitschrift reicht für das spätere Lernen meist nicht aus, weil oftmals Lücken, Fragen oder Unklarheiten bestehen, sodass man seine Mitschrift gleich nach der Lehrveranstaltung mit den Notizen von anderer vergleichen und besprechen sollte. Durch eine solche Gruppenarbeit werden nicht nur die eigenen Unterlagen vervollständigt und ergänzt, sondern auch die Lerninhalte wiederholt und aus anderen Blickwinkeln reflektiert. Das ist jedoch aus Zeitgründen nicht möglich und muss daher auf die Prüfungsvorbereitungszeit verschoben werden. Dennoch sollte man seine Mitschrift innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach der Vorlesung einmal durcharbeiten, weil man diese dann noch so frisch in Gedächtnis hat, dass man sie rückblickend beurteilen und reflektieren kann und auch noch den Zusammenhang der Notizen versteht. Ein mögliches Vorgehen bei der Überarbeitung einer Mitschrift könnte folgendermaßen aussehen: Die Notizen durchlesen und eine klare, logische Gliederung erstellen, indem man Überschriften und Zwischentitel einfügt und die Haupt- und Unterpunkte hierarchisch nummeriert. Falls man die Wunderseite für die Mitschrift verwendet hat, kann man diese Gliederungspunkte auf den Seitenrand  schreiben. Wichtige Aussagen im Text kann man unterstreichen, farblich hervorheben oder einrahmen, gleichzeitig wichtige Schlag-, Stich- und Schlüsselwörter an den Rand schreiben. Nützlich ist dabei ein persönliches Markierungssystem wie Ausrufezeichen, Fragezeichen, Kürzel. Man sollte sich auch nicht scheuen, unwichtige Teile einfach wegzustreichen. Hauptaussagen eines Kapitels kann man auch auf einem Zusatzblatt notieren. Hilfreich ist auch eine kurze Inhaltsangabe der Lehrveranstaltung, Aber auch eine Visualisierung wie z.B. mit einer Mind Map. Zum Schluss sollte man die überarbeitete Mitschrift nochmals durchlesen und kontrollieren, ob man anhand der Gliederungs- und Schlagwortspalte die Veranstaltung gedanklich nachvollziehen kann. Wenn man danach auch noch die Gliederungs- und Schlagworte frei wiederholen kann , hat man die Lerninhalte meist bereits fest im Gedächtnis verankert und wird sie später bei den Prüfungsvorbereitungen sehr viel leichter reproduzieren können.

Quelle
https://www.uni-due.de/edit/selbstmanagement/content/content_k41_2.html (11-08-21)





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© Werner Stangl Linz 2017