Zum Thema ‘Studium’

Alles gratis zum Lernen an Hochschulen und Universitäten.



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Kritzeln erhöht die Konzentration



Kritzeleien während monotoner Tätigkeiten haben manchmal eine ähnliche Funktion wie Träume, denn sie helfen Menschen, ihre Wünsche, Ziele und Geschehenes zu verarbeiten. Kritzeln fördert aber auch die Konzentration, denn besonders bei körperlich monotonen Aufgaben wie Telefonaten, Meetings oder Vorlesungen beginnt der Geist abzudriften, was daran liegt, dass Menschen dabei nur einen kleinen Teil ihrer Gehirnkapazität aktiv nutzen, das Gehirn unterfordert ist. Wer beim Zuhören einer schwierigen oder langweiligen Rede auf Papier kritzelt, kann sich später besser an den Inhalt erinnern als andere, die nur zuhören.
In einer Studie von Jackie Andrade an der Universität Plymouth wurde vierzig Personen zweieinhalb Minuten lang eine Liste von Orts- und Personennamen vorgelesen, wobei die eine Hälfte der ProbandInnen während des Zuhörens auf Papier kritzeln sollten. Die „Kritzler“ konnten sich beim anschließenden Test noch an durchschnittlich 7,5 von insgesamt acht Namen erinnern, während sich die „Nicht-Kritzler“ nur an 5,8 Namen erinnerten. Vermutlich stellt sich bei einer langweiligen Aktivität „Tagträumerei“ ein, die allmählich verhindert, dass man etwas von seiner Umgebung wahrnimmt, während jemand, der gleichzeitig etwas Einfaches macht wie Kritzeln sich besser auf die Aufgabe konzentrieren kann.  Als weitere mögliche Erklärungen könnte Kritzeln einfach nur die geistige Erregung auf einem optimalen Level stabilisieren und damit die Menschen aufmerksam machen.

Vielleicht hilft das ja auch bei StudentInnen, die während der Hausarbeit mit ihrem Mp3-Player Podcasts zu ihrem Lernstoff hören. Übrigens: Zuhören alleine unterfordert die Menschen oftmals, sodass durch das Kritzeln überschüssige Energie abgeführt wird.

Oder vielleicht setzt man die Tagtraum-Brille Narbis auf, die zwingt, sich zu konzentrieren 😉

Literatur
Andrade, Jackie (2009). What Does Doodling do? Applied Cognitive Psychology.
WWW: http://www3.interscience.wiley.com/journal/122205124/abstract (09-03-01)



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Übung für den Einstieg in das wissenschaftliches Lesen: Eine Stunde – ein Buch



Nehmen Sie ein Sach- oder Fachbuch zur Hand, und nehmen Sie sich eine Stunde Zeit und versuchen Sie, das Buch in dieser Stunde quer zu lesen. Studieren Sie den Teaser auf dem Schutzumschlag (falls vorhanden), das Inhaltsverzeichnis, das Vorwort, die Einleitung und den überfliegen Sie den Schluss. Versuchen Sie das in etwa zehn Minuten zu erledigen, um die Struktur des Buches und die wichtigsten Inhalte zu erfassen.

Fragen Sie sich anschließend etwa fünf Minuten lang, was Sie von den Inhalten möglicherweise schon kennen, was für Sie neu ist, was Sie besonders interessiert.

Überfliegen Sie dann mit kursorischem Lesen jenen Abschnitt des Buches, von dem Sie schon ein Vorwissen besitzen. Es geht dabei aber weniger darum, alles zu lesen oder zu erfassen, sondern vielmehr darum, sich einen Eindruck zu verschaffen, den Stil des Buches kennenzulernen und die Hauptinhalte des Werks zu erfassen.

Die letzten zehn Minuten verbringen Sie damit, eine Karteikarte anzulegen, auf der Sie Titel, Autor und in einigen Stichworten die wichtigsten Inhalte für ein mögliches späteres genaueres Lesen festhalten. Notieren Sie auch, was Sie in dem Buch vermisst haben.

Mehr dazu unter Formen des Lesens von wissenschaftlicher Literatur (Stangl, 2017).

Literatur
Stangl, W. (2017). Formen des Lesens von wissenschaftlicher Literatur. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNTECHNIK/Lesen.shtml (2017-11-04).
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/konzentrationsprobleme-diese-uebungen-helfen-a-1165517.html (17-11-02)



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Probleme von Studienanfängern



Viele Studentinnen und Studenten behaupten, nachdem sie mit ihrem Studium angefangen haben, dass sie ihre Lieblingsfächer, auf Grund derer sie die Studienrichtung ja gewählt hatten, nicht mehr wiedererkennen. Schon nach den ersten zwei Vorlesungen werden manche der in der Schule doch so geliebten Fächer zum Alptraum fast aller Studierenden. Woran liegt das?

Das liegt vor allem daran, das es auf den Universitäten und Hochschulen sehr viel Abstraktion gibt. Während man in der Schule daran gewöhnt war, die meisten Sachverhalte anschaulich zu lernen, fehlt diese Anschaulichkeit etwa in Form von Visualisierungen, die man früher in der Schule erlebte, um die Inhalte besser begreifen zu können. Die extreme Abstraktion der Themen führt dazu, dass viele theoretische Definitionen und Regeln von den Studentinnen und Studenten als reiner Buchstabensalat empfunden werden. Auch herrscht in Vorlesungen ein verschärftes Tempo, denn der Umfang des in den ersten Vorlesungen behandelten Stoffes sind oft mit einem Semester des Unterrichtens an der Schule vergleichbar. So ein erhöhtes Tempo verursacht häufig, dass man den Faden verliert, was wiederum einen Verlust an Motivation und Interesse bedeutet. In der Regel werden in Vorlesungen auch viel weniger Beispiele als in einem Schulunterricht dargeboten. Das in dieser Form des abstrakten Denkens ungeübte Gehirn bräuchte eine bessere Mischung von Theorie und Praxis, um ein neues Thema zu verstehen, doch dafür ist in Vorlesungenoft wenig Platz. Daher bleiben schon in den ersten Stunden einer Vorlesung viele Konzepte und Prinzipien auf der Stecke. Hinzu kommt eine falsche Einschätzung des erwarteten Stoffumfanges, denn der umfasst in einer Vorlesung eines Semesters oft den gesamten Schulstoff mehrerer Jahre, wobei auch die Vorbereitung auf eine Prüfung wesentlich umfangreicher sein muss.

Literatur

Stangl, W. (2014). Studium – Mit 5 Tipps zum besseren Verständnis der Theorie. [benjamin & werner]s praktische lerntipps.
WWW: http://studium.lerntipp.at/student-sein/theorie-verstaendnis.shtml (2014-09-28)



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© Werner Stangl Linz 2018