Zum Thema ‘Lerntipps’

Ergänzungen zu den eigenen Lerntipps.



Ergänzungen zu den eigenen Lerntipps.

Körper und Kopf sagen, wann man eine Pause machen soll



Menschen brauchen Pausen, um erfolgreich lernen zu können, denn sowohl der Körper als auch das Gehirn brauchen Erholung. Stundenlang über einem Buch oder vor einem Computer zu sitzen, tut dem Körper nicht gut. Als Faustregel: Kinder können sich nur ungefähr doppelt so lange konzentrieren können, wie sie Jahre alt sind, d. h., ein zehnjähriges Kind wird im Durchschnitt nach rund zwanzig Minuten geistig abbauen und eine Pause benötigen.

Erwachsene können sich zwar etwas länger konzentrieren, doch meist nach etwa einer halben Stunde machen sich die ersten mentalen Tiefs bemerkbar und spätestens nach eineinhalb Stunden ist es mit geistiger Arbeit vorbei, denn dann schleichen sich die ersten Fehler aus Erschöpfung ein. Hier ist es vor allem das Gehirn, dem man nicht immer neue Informationen zuführen kann, sondern es braucht Zeit, um die neuen Eindrücke schrittweise zu verarbeiten.

Es gibt zahlreiche Lernratgeber, die dazu detaillierte Informationen liefern, wann und wie lange man beim Lernen einen Pause machen sollte. Da aber solche Angaben immer nur für spezielle Fälle zutreffen, ist es am besten, wieder zu lernen, auf seinen Körper und seinen Kopf zu achten. Mit der Zeit entwickelt man nämlich ein sehr gutes Gefühl dafür, wann es jetzt günstig wäre, vom Lernen aufzustehen und etwas anderes zu tun bzw. eine Pause zu machen.

Was man in den Pausen machen kann? In Lernpausen sollte man vor allem körperliche Bewegung einplanen, etwa einen flotten Spaziergang oder Jogging (Stangl, 2018).

Literatur

Stangl, W. (2018). Nachprüfung. Werner Stangls Pädagogik News.
WWW: http://paedagogik-news.stangl.eu/nachpruefung/ (2018-09-07)



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Tipps zum Anfertigen von Notizen



Das Anfertigen von Notizen während eines Vortrags fördert ein tieferes Verständnis der Inhalte, da man dabei den Gegenstand analysieren, identifizieren und dann in eigene Worte fassen muss.  Da man nicht so schnell schreiben wie sprechen kann, muss man beim Mitschreiben Aspekte des Vortrags ersetzen und auslassen und ein Bewusstsein für die grundlegenden Strukturen der Informationen entwickeln. Dieses Aufschreiben von Notizen während eines Vortrages kann nur durch aktives Zuhören gelingen, wobei es gilt es, immer schon eine Auswahl der relevanten Fakten und Zusammenhänge zu treffen, d. h., beim Mitschreiben muss man Sinnvolles von weniger Sinnvollem, Wichtiges von weniger Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden. Mitschreiben heißt den Überblick bewahren, sodass man erst dann Gesagtes schriftlich fixieren kann, wenn ein Sinnabschnitt beendet ist. Die Praxis zeigt, dass es besser ist, viele Notizen zu machen als wenige, wobei wörtliche Notizen ineffektiv sind, weil sie keine Zeit für die Verarbeitung der Information geben.

Wichtig ist dabei, dass man die Notizen nach dem Vortrag wiederholt und überarbeitet, wobei Notizen die besten Lernhilfen für Prüfungen darstellen und unter diesem Aspekt auch angefertigt werden sollten. Das Anfertigen von Notizen bei einem Vortrag zwingt zur Aufmerksamkeit, führt zu einer aktiven und fragenden Grundhaltung und bildet damit einewesentlixhe Grundlage zum Verstehen und zum leichteren und längeren Behalten des Stoffes. Wie alle Arbeitsmethoden muss auch das Anfertigen von Notizen gelernt und geübt werden. Idealerweise sollte man sich lediglich Stichpunkte und Schlüsselbegriffe notieren, wobei es hilfreich ist, etwa kleine Karteikarten zu nutzen, damit man gezwungen ist, zu reduzieren. Bei fortgeschrittener Methodenkenntnis kann man auch versuchen, die Stichwörter mehr nicht linear anzuordnen, sondern in Form einer Mindmap, um schon während des Vortrags Zusammenhänge und Beziehungen deutlich zu machen. Dabei kann mit Hilfe von Pfeilen und anderen Zeichen den Zusammenhang zwischen den einzelnen Aspekten sichtbar machen.

Siehe auch „Notizen als mentale Knoten“  und  Tipps zur Ordnung in den Mitschriften und das Problem“ mit den Skripten.

Literatur

Stangl, W. (1998). Mitschrift und Notizen in Vorlesungen, Seminaren und Übungen. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNTECHNIK/Mitschrift.shtml (98-11-17).



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Sammlung von Eselsbrücken



Eselsbrücken – auf Lateinisch pons asinorum – dienen dem leichteren Merken von Fakten, Daten und Zusammenhängen durch einprägsame Sprüche. Man nutzt damit die assoziative Arbeitsweise des Gedächtnisses zum Merken, wobei eine Eselsbrücke, die einen ungewöhnlichen Sachverhalt ausdrückt, dabei das visuelle, ein gereimter Merksatz das akustische Gedächtnis nutzt. Bei einer anderen Form von Eselsbrücke verweisen dessen Anfangsbuchstaben auf eine geordnete Liste von Wörtern.

Eigene Eselsbrücken bauen

Für manche schwer zu merkende Inhalte findet man in Büchern oder im Internet keine passenden Eselsbrücken, doch man kann sich auch eigene akustische oder visuelle Eselsbrücken bauen, die noch den Vorteil haben, dass man sich dabei mit der Thematik automatisch intensiver befasst. Mehrere Schritte sind dafür notwendig:

  • Was will man sich merken? Man überlegt daher zunächst, wobei die Eselsbrücke helfen soll. Möchte man sich eine Reihenfolge merken, einen Unterschied, eine Aufzählung oder eine Rechtschreibregel? Man schreibt also die Informationen auf, die man durch die Eselsbrücke nicht mehr vergessen möchte. Beispiel: Parallel schreibt man mit zwei L.
  • Was fällt einem zu der  zu merkenden Information spontan ein? Am besten denkt man nicht lange nach, sondern schreibt auf, was einem als Erstes einfällt. Beispiel: Beim Schifahren fährt man parallel.
  • Akustische Eselsbrücke: Fällt einem ein lustiger Reim dazu ein? Man sucht vielleicht nach den Signalwörtern und probiert, darauf etwas zu reimen. Man kann auch auf eine Melodie reimen, die einem gut gefällt. Beispiel: Parallel fährt man schnell.
  • Gibt es Buchstabenauffälligkeiten? Beispiel: Parallel enthält insgesamt drei L.
  • Visuelle Eselsbrücke bauen. Beispiel: Die zwei L in parallel schauen wie ein Paar Schi aus, die man an die Wand stellt.
  • Nun wählt man seinen Favoriten unter den Eselsbrücken aus, d.h., man schaut sich alle Ideen noch einmal an und sucht jene heraus, die einem am besten gefällt. In diesem Fall ist vermutlich die Analogie zu den beiden Schiern an der Wand.

Eine Sammlung von Eselsbrücken findet sich auf der Web-Seite Warum Eselsbrücken nützlich sind


Begriffe: rechtschreibregeln sprüche, eselsbrücken bauen

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© Werner Stangl Linz 2018