‘Lernpraxis’

Praktische Tipps, um sich das Lernen zu erleichtern.



Praktische Tipps, um sich das Lernen zu erleichtern.

Gedankenwanderung

Mittwoch, Mai 9th, 2018



Es kommt beim Lernen oder konzentrierten Arbeiten immer wieder vor, dass die Gedanken abschweifen bzw. auf Wanderschaft gehen. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Gehirn etwas sagen möchte, was nicht zu der gerade ausgeführten Tätigkeit passt. Die meisten Menschen versuchen nun, diese Gedanken beiseite zu schieben. Dabei wird man allerdings die Erfahrung machen, dass das gar nicht so einfach funktioniert. Eine solche Gedankenwanderung ist nämlich auch ein Zeichen dafür, dass das Gehirn etwas anderes für wichtiger hält als das, was man gerade tut. Häufig wird es einfach so sein, dass das Gehirn einmal eine Pause braucht und das dadurch deutlich signalisiert. Allerdings können die Gedanken auf etwas hinweisen, das noch unerledigt oder unangenehm ist, was aber erledigt werden sollte. Daher kann es unter Umständen auch eine gute Strategie sein, die aktuelle Arbeit einmal zu unterbrechen und sich auf Gedankenwanderung zu begeben, also um herauszufinden, worum es dem Gehirn eigentlich geht. Wenn man sich dieses andere Wichtige nämlich bewusst vornimmt, dann wird es sich nicht mehr so leicht ins Bewusstsein schieben und die Gedanken auf Wanderschaft schicken.



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Fragenstellen als Lerntechnik

Sonntag, Februar 11th, 2018



Das Fragenstellen ist eine wichtige Lerntechnik, denn SchülerInnen, die in Lehr-Lern-Situationen sinnvolle Fragen stellen können, erzielen in der Regel bessere Lernergebnisse.

Dennoch sind gute Fragen im Unterricht äußerst seltene Ereignisse.

Offensichtlich ist auch die Annahme, dass SchülerInnen, wenn sie etwas nicht verstanden haben, Fragen an den Lehrer oder die Lehrerin stellen, naiv und unzutreffend. Dabei spielen offensichtlich einerseits sozial-emotionale Fragehemmungen eine wichtige Rolle, aber auch von der Konstruktion von Unterricht her haben Schüler erhebliche Schwierigkeiten, in Situationen zu kommen, um gute Fragen zu stellen, d.h., Fragen, die geeignet sind, ein aktuelles Verständigungsdefizit aufzuheben.



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Gelerntes unmittelbar aus dem Gedächtnis abrufen

Montag, Januar 15th, 2018



Viele Schülerinnen und Schüler bzw. Studenten und Studentinnen klappen nach einer Lerneinheit das Scriptum oder das Buch zu, und gehen in eine ihrer Meinung nach wohlverdiente Pause.

Allerdings: Lernen und Lesen ohne unmittelbar im Anschluss daran das Gelernte bzw. Gelesene aus dem Gedächtnis zum ersten Mal abzurufen, macht aus lernpsychologischer Sicht wenig Sinn. Nur das unmittelbare Abrufen der Inhalte überträgt die neuen Inhalte ins Langzeitgedächtnis und verankert sie dort mit bereits vorhandenem Wissen. Hier sollte man bei der Planung jeder Lerneinheit einen Teil bereits für die Wiederholung des Erarbeiteten einplanen.

Übrigens sollten auch Lehrerinnen und Lehrer dieses lernpsychologische Grundwissen im Unterricht berücksichtigen, indem sie ihre Schülerinnen am Ende einer Unterrichtseinheit in drei bis fünf Minuten still den Stoff der Unterrichtsstunde repetieren lassen.



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© Werner Stangl Linz 2018