Zum Thema ‘Grundlagen des Lernens’

Basiskenntnisse, wie man richtig lernt.



Basiskenntnisse, wie man richtig lernt.

Aktivierung von Vorwissen als Basis neuen Lernens



Ein neues Schuljahr ermöglicht SchülerInnen, neue Lernroutinen zu etablieren, wobei eine oft vernachlässigte Routine die Aktivierung von Vorwissen darstellt. Ein Lernstoff, der im vergangenen Schuljahr nicht verstanden wurde bzw. in seiner Breite nicht abgerufen werden kann, könnte im kommenden Schuljahr Lernerfolge erschweren. Um den Anschluss am Beginn eines neuen Schuljahres wiederzufinden, ist es daher sinnvoll, das Wissen aus dem letzten Schuljahr zu Schulbeginn zu aktivieren und die wichtigsten Informationen noch einmal aus dem Langzeitgedächtnis abzurufen. Das kann etwa durch ein Durchlesen der alten Schulhefte oder Lehrbücher erfolgen. Falls man eine Lernkartei angelegt hat, wird es sinnvoll sein, diese abermals durchzuarbeiten. Dabei ist es nicht notwendig, die alten Stoffe noch einmal zu lernen, sondern es genügt, diese Inhalte noch einmal ins Gedächtnis zu rufen um diese zu aktivieren. Durch diese Aktivierung kann bereits vorhandenes Wissen mit neuen Lerninhalten leichter vernetzt werden, und zwar dadurch, dass der neue Lernstoff auf diese Weise auch mehr Sinn erhält, da er als Ganzes betrachtet wird und nicht als isolierte Information. Schließlich sollte auch das in der Schule vermittelte Wissen als Ganzes betrachtet werden, das im späteren Leben nützlich sein kann.



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Zwiebel oder Sumpf



Das menschliche Gehirn hat ein Problem damit, Daten komplett über einen längeren Zeitraum zu speichern, da das Gehirn nicht nur den Dateninhalt speichert, sondern immer einen ganzen Gedankengang, der  a u c h  die Daten enthält. Dabei werden etwa die Rahmenbedingungen, die Emotionen, das soziale Umfeld usw. mit im Gedächtnis abgelagert, so dass der eigentliche Inhalt in einer Zwiebelform mit zahlreichen Schichten eingehüllt wird. Wenn also mit der Zeit der Zugang zu diesem gesamten Gedankengang gestört wird, ist de facto der Zugang zu den gesamten Daten verloren, bis zufällig eine ähnliche neuronale Verbindung wieder auf diesen Gedankengang stößt und ermöglicht, den konkreten Inhalt abermals aufzustöbern. Das führt etwa dazu, dass das Lernen von Inhalten an immer dem selben Lernort und unter den selben Lernbedingungen zur Folge hat, dass alle Inhalte mit den selben Zwiebelschichten umgeben wird, die kein Alleinstellungsmerkmal für den Inhalt mehr darstellen, sondern eher einem Sumpf gleichen, in dem alle Inhalte versenkt werden.

Siehe dazu den Lerntipp Wie heißt die Hauptstadt von …



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

Subvokalisieren und Vokalisieren bremsen beim Lesen



Beim lauten Lesen verlangsamt die Gehirnregion, die für das Aussprechen der Worte zuständig ist, das Lesen merklich. Allerdings gibt es Inhalte oder Textpassagen, die man langsam und sorgfältig lesen und daher manchmal auch vokalisieren, also laut Mitsprechen, oder subvokalisieren, also lautlos Mitsprechen, sollte.

Am Subvokalisieren sind drei Gehirnareale beteiligt: die auditiv-assoziative Region, die akustische Informationen interpretiert und ordnet, das Wernicke-Areal, das für die Auffassungsgabe von geschriebener und gesprochener Sprache verantwortlich ist, und schließlich das Broca-Areal, das für die Bildung von Lauten und die Artikulation beim Sprechen wichtig ist.

Allerdings ist eine positive oder negative Wirkung von Subvokalisieren und Vokalisieren nicht immer eindeutig feststellbar, denn in einigen Fällen versteht man von einem Text mehr, aber in bestimmten Fällen führt hingegen das Weglassen des inneren Mitsprechens zu einem besseren Textverständnis.

Generell gilt, dass Mikrobewegungen wie beim Subvokalisiseren und Vokalisieren sich nachteilig auf die Lesegeschwindigkeit auswirken. Schnellleser und solche, die es werden wollen, versuchen daher in erster Linie, das Subvokalisieren zu verhindern, indem sie die Fixiationszeit verkürzen oder ihren peripheren Sichtwinkel vergrössern, wodurch Subvokalisation praktisch unmöglich wird.



Wenn Sie nur den kompletten Text eines Artikels lesen wollen, klicken Sie bitte auf den Titel des Beitrags!

free counters

© Werner Stangl Linz 2018