Bilder statt Übersetzungen beim Vokabellernen

Manchmal kann es sinnvoll sein, eine Vokabel nicht nur mit der Übersetzung zu verbinden, sondern mit einem Bild oder einem Symbol. Für jedes Wort fertigt man ein eigenes Bild an und überträgt es dann auf eine Karteikarte, oder praktischer, auf einen Post-it-Zettel und hängt es an einen Ort, wo man häufig vorbeikommt, wobei man diese nicht zu nahe beieinander aufhängen sollte. Jedes Mal wenn man an dem Zettel vorbeikommt, spricht man das entsprechende Wort laut aus. Bei vielen Wörtern ist es günstiger, diese mit einem Bild als mit einer Übersetzung zu verbinden, denn dadurch prägt man sich eher die Bedeutung ein als die genaue wörtliche Übersetzung, was vor allem beim Sprechen einer fremden Sprache sinnvoll ist.

Vor allem beim Vokabellernen gilt, mit allen Sinnen zu lernen. Aber auch Schmecken, Riechen und Gefühle spielen eine Rolle, wobei man annimmt, dass je mehr Sinne beim Lernen beteiligt sind, es umso besser ist. Es ist aber wissenschaftlich noch unklar, wie stark sich der Lernerfolg durch mehrere Sinne steigern lässt. Idealerweise sollten die einzelnen Sinneseindrücke zusammenpassen, d. h., wer etwa das spanische Wort manzana für Apfel lernen will, sollte eine Apfel-Geste machen, einen Apfel schmecken oder ein Apfelbild betrachten. Dabei ist es vielleicht auch sinnvoll, gleich das Wort manzano für Apfelbaum mitzulernen (siehe Lernen in Wortfeldern). Das Zusammenspiel der Sinne erklärt auch, warum man eine Sprache in ihrer natürlichen Umgebung, in der alle Sinneseindrücke inkludiert sind, am schnellsten und am besten lernt.

Siehe auch unseren Lerntipp Zauberbilder





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© Werner Stangl Linz 2017